SEK - Einsätze

Bedrohungslage in Berlin | SEK stößt auf Sprengstoff und Waffen

Berlin – Ein streitlustiger Mann löste vergangene Nacht in Berlin-Wittenau einen größeren Polizeieinsatz aus. Erst beleidigte er seinen Nachbarn, dann drohte er ihm einen Kopfschuss an.

Der 46-Jährige war gegen 22 Uhr vor der Wittenauer Wohnung eines 47-Jährigen und seiner 38-jährigen Bekannten erschienen und stieß die Bedrohung aus. Da alle drei Personen sich seit mehreren Jahren kennen und der Frau zudem bekannt war, dass der aggressive Nachtbesucher tatsächlich Schusswaffen besitzt, wählte sie den Notruf der Berliner Polizei.
Mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss drangen hinzugezogene Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) gegen 0 Uhr 30 in die Wohnung des Tatverdächtigen in der Oranienburger Straße ein und nahmen ihn fest.
Die Kriminalpolizei stieß im Zuge der Wohnungsdurchsuchung auf das private Schusswaffen- und Sprengstoffarsenal des 46-Jährigen.
Neben sieben Pistolen unterschiedlichen Kalibers und einem Revolver nebst Munition, fanden die Polizisten eine doppelläufige Perkussionswaffe, Bajonettmesser und ein verbotenes Einhandmesser. In Kartons verteilt hatte der Festgenommene mehr als 130 pyrotechnische Munitionskörper gelagert, die dem Sprengstoffgesetz unterliegen und deren Besitz illegal ist.
Auf seinem Dachboden hatte der Mann sich ein Versteck unter einer klappbaren Diele angelegt. In dem Hohlraum unter dem Fußboden fanden die Polizeibeamten tatsächlich eine scharfe Maschinenpistole mit einem Stangenmagazin. Auch 61 Patronen der dazugehörigen Munition im Kaliber 45 hatte der Verdächtige verborgen gehalten. Da er weder eine waffenrechtliche Erlaubnis noch eine Munitionserwerbsberechtigung besitzt, erwarten den Mann Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz.
Alle aufgefundenen Gegenstände wurden beschlagnahmt.

Foto: Aufgefundene Maschinenpistole mit Munition © Polizei Berlin 

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