SEK - Einsätze

Bedrohungslage in Düren – Täter vom SEK überwältigt

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Düren – In den frühen Morgenstunden (11.12.2010) soll ein Mann in Düren eine Person in seine Gewalt gebracht haben. Der von einem Hinweisgeber geschilderte Sachverhalt ist bislang noch nicht bestätigt. Die Polizei Köln hat die Einsatzführung inzwischen übernommen und ein Wohnhaus geräumt, in dem sich der vermeintliche Täter aufhalten soll.

Im Moment geht die Polizei davon aus, dass der vermeintliche Täter noch nichts von dem Polizeieinsatz mitbekommen hat.

Spezialeinheiten der Polizei (SEK) haben sich gegen 8:50 Uhr Zugang zur Wohnung des vermeintlichen Täters verschafft und dort zwei Männer angetroffen. Dabei wurden auch akustische Irritationsmittel eingesetzt. Bei dem Zugriff wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die übrigen Hausbewohner werden durch Rettungskräfte in einer benachbarten Schule betreut.

Die Polizei Köln bedankt sich bei den Medien, die zunächst nicht über den Sachverhalt berichtet haben. Hierdurch konnten Gefahren beim überraschenden Zugriff minimiert werden.

Sobald nähere Erkenntnisse zum Sachverhalt vorliegen, wird die Polizei Köln eine abschließende Pressemeldung fertigen.

Polizeipräsidium Köln | Leitungsstab (de)

Foto: Symbolfoto © Stephan Jauch | Galerie: © Ralf Roeger | Aachener Nachrichten – an-online.de

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Mit freundlicher Genehmigung durch Aachener Nachrichten – an-online.de | © Ralf Roeger

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Düren – Nach dem Zugriff der eingesetzten Spezialeinheiten haben Ermittler die Arbeit aufgenommen. Die beiden in der Wohnung angetroffenen Männer – es handelt sich um den 24-jährigen Wohnungsinhaber und einen Bekannten (28) – waren zum Zeitpunkt des Zugriffs alkoholisiert und schliefen. Bislang steht noch nicht fest, ob überhaupt eine reale Bedrohungslage vorgelegen hat.

Um kurz vor vier Uhr hatte der 24-Jährige bei einem Verwandten angerufen und mitgeteilt, er habe einen Bekannten in seiner Gewalt. Der Verwandte rief daraufhin bei der Polizei an. Den Angaben des Melders zufolge hatte der junge Mann einen Pkw gefordert und gleichzeitig angedroht, in seiner Wohnung einen Sprengsatz zu zünden. Da somit eine Geiselnahme nicht auszuschließen war, übernahm die Polizei Köln die Einsatzleitung.

Inzwischen haben Polizisten die Wohnung des 24-Jährigen mit einem Sprengstoff-Spürhund durchsucht. Dabei wurden keine Explosivstoffe gefunden.

Es wird nun geprüft, ob der 24-Jährige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Alle Hausbewohner sind mittlerweile wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt.

Die weiteren Ermittlungen werden von der Polizei Düren geführt.

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