SEK - Einsätze

Drei Polizeibeamte bei Widerstandshandlungen in Hamburg verletzt

Hamburg | Im Rahmen eines Polizeieinsatzes zur Bekämpfung der öffentlich wahrnehmbaren Drogenkriminalität im Bereich St. Georg sind am Samstagabend drei Polizeibeamte verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, habe sich ein 28-jähriger Ghanaer massiv gewehrt, als die Beamten seine Identität feststellen wollten. “Der Mann war verbal nicht lenkbar, fuchtelte mit den Armen und ignorierte die Anweisungen der Beamten“, so ein Polizeisprecher.

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Als der 28-Jährige bis zum Eintreffen eines Funkstreifenwagens daher an einer Wand fixiert werden sollte, wehrte sich dieser so vehement, dass die Beamten mit ihm zu Fall gerieten. Im weiteren Verlauf biss er einem Polizisten (39) in den linken Unterarm und stach ihm dann einen Finger ins rechte Auge. Der Polizist erlitt eine Quetschung des Auges, eine tiefe Bisswunde sowie weitere kleinere Verletzungen und und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nach dem Sturz mit den Polizeibeamten gelang dem 28-Jährigen zunächst die Flucht. Während der verletzte 39-jährige Beamte zurückblieb, verfolgten die beiden anderen Beamten den Flüchtenden. Es gelang ihnen, den 28-Jährigen zu stellen und vorläufig festzunehmen. Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass sich der 28-Jährige ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland aufhält. Bei seinen persönlichen Sachen fanden die Beamten ein Kfz-Kennzeichen (Mofa-Versicherungskennzeichen), das aufgrund Diebstahls zur Fahndung ausgeschrieben war. Die Beamten stellten das Kennzeichen als Beweismittel sicher. Ermittler des Kriminaldauerdienstes veranlassten eine erkennungsdienstliche Behandlung des Tatverdächtigen und führten ihn einem Haftrichter zu.

Die beiden anderen Beamten wurden bei den Widerstandshandlungen leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen.

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