NRW

Bedrohungslage: Bewaffneter Mann bedroht Tankstellenangstellte

Bochum | Am gestrigen Montagmorgen kam es in Bochum-Langendreer zu einer Geiselnahme. Ein 46-jähriger Bochumer betrat gegen 7.45 Uhr den Verkaufsraum einer Tankstelle. Hier bedrohte er eine 54-jährige Tankstellenangestellte in dem er angab, dass er eine „Wasserstoffbombe“ zünden würde. Er forderte die Angestellte auf, mit der Polizei in Kontakt zu treten. Eine Vorbeziehung zwischen dem Tatverdächtigen und der Angestellten bestand, nach Angaben der Polizei nicht.

Mit starken Polizeikräften wurde der Bereich rund um die Tankstelle weiträumig abgesperrt. Da nach ersten Erkenntnissen nicht auszuschließen war, dass er eventuell eine Sprengvorrichtung im Bereich der Witte-Wie Straße platziert hatte, wurde auch diese Örtlichkeit abgesperrt, teilte die Polizei Bochum mit. „Es war auch nicht auszuschließen, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich führte„, erklärte ein Polizeisprecher.

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Im weiteren Verlauf konnte seitens der Polizei Kontakt mit dem Tatverdächtigen aufgenommen werden. Nach intensiven Verhandlungsgesprächen konnte die Tankstellenangestellte unverletzt den Verkaufsraum verlassen und wurde von Einsatzkräften in Empfang genommen. Der Tatverdächtige gab einige Minuten später nach weiteren Verhandlungen auf und ließ sich von Beamten eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) widerstandslos festnehmen.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen der Örtlichkeiten konnte weder Sprengmaterial noch eine Schusswaffe aufgefunden werden. Wie die Polizei Bochum mitteilte, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Polizeibeamten der Bochumer Behörde, der sich aus gesundheitlichen Gründen in einem Laufbahnwechsel zum Verwaltungsdienst befindet. Auch einen Zugriff auf Dienstwaffen hatte er deswegen nicht. Nach bisherigen Ermittlungen sind neben der Erkrankung familiäre Probleme das Motiv der Tat.

Aus Neutralitätsgründen übernimmt das Polizeipräsidium Essen die weiteren Ermittlungen.

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