SEK - Einsätze

Raubüberfall geklärt – vier Täter durch SEK festgenommen

Homberg/Schwalmstadt – Im Verlauf des gestrigen Tages (03.03.2011) konnten Beamte der Kriminalpolizei aus Homberg und Marburg, sowie Spezialkräfte der Polizei (SEK) vier Tatverdächtige im Alter von 20 – 22 Jahren festnehmen, welche als Täter für den Raubüberfall vom 18.02.2011 auf eine Spielothek in Schwalmstadt ermittelt wurden, berichtet Annemarie Wied – Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Marburg.

Im Rahmen der geführten Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 21-Jährigen aus Stadtallendorf sowie einen 21-Jährigen aus Schwalmstadt. Vom Amtsgericht Marburg wurden daraufhin Durchsuchungsbeschlüsse für deren Wohnungen sowie ein Haftbefehl gegen den 21-jährigen Stadtallendorfer erlassen.
Gestern Morgen wurden die Durchsuchungsbeschlüsse durch die Polizei und Spezialeinsatzkräfte vollstreckt.

Der 21-jährige Schwalmstädter konnte in seiner Wohnung angetroffen und festgenommen werden. Der 21-jährige Stadtallendorfer konnte in einer Wohnung in Stadtallendorf festgenommen werden, dort konnten auch Beweismittel, u. a. zwei vermutliche Tatwaffen, sichergestellt werden.

Durch weitere Ermittlungen und Vernehmungen der Festgenommenen konnten zwei weitere Mittäter des Raubüberfalls identifiziert werden. Es handelt sich um einen 20-Jährigen aus Hessisch-Lichtenau und einen 22-Jährigen aus Schwalmstadt. Im Rahmen der andauernden Fahndungs- und Durchsuchungsmaßnahmen konnten die beiden Gesuchten gestern Nachmittag in Neustadt-Momberg angetroffen und ebenfalls festgenommen werden.

Dem 21-jährigen Stadtallendorfer wurde gestern Nachmittag der bestehende Haftbefehl verkündet und er wurde anschließend in die Haftanstalt in Rockenberg eingeliefert. Die drei weiteren Beteiligten wurden heute dem Haftrichter beim Amtsgericht in Marburg vorgeführt, dieser erließ gegen alle drei Haftbefehl, wobei der Haftbefehl für den 21-jährigen Schwalmstädter gegen Auflage außer Vollzug gesetzt wurde.

Quelle: Staatsanwaltschaft Marburg | Polizeidirektion Schwalm-Eder | Foto Archiv © Ralf Roth

Polizeipressemeldung vom 18.02.2011

Raubüberfall auf Spielothek
Schwalmstadt/Ziegenhain – Einen nicht bekannten Bargeldbetrag erbeuteten drei unbekannte männliche Täter bei einem Raubüberfall auf eine Spielothek in der Landgraf-Philipp-Straße. Die drei Täter betraten um 01:30 Uhr die Spielothek und forderten die zwei anwesenden Gäste auf, sich auf den Boden zu legen. Zwei Täter waren mit silbernen Pistolen bewaffnet, der Dritte hatte eine Machete in der Hand. Zwei Täter blieben bei den Gästen, der dritte Täter dirigierte die 27-jährige Angestellte mit vorgehaltener Pistole zur Kasse, dort forderte er sie auf, das Geld aus der Kasse in eine dort vorhandene schwarze Geldtasche zu füllen. Die Täter entwendeten noch die Mobiltelefone der Angestellten und eines Gastes.
Vor dem Verlassen der Spielothek riss einer der Täter das Telefonkabel aus der Wand. Anschließend flüchteten die Täter in unbekannte Richtung.
Die drei Täter werden wie folgt beschrieben:

1. Täter: bei diesem handelt es sich auch um den Wortführer: er ist ca. 16 – 22 Jahre alt und ca. 170 – 175 cm groß. Er war bekleidet mit einer dunklen Winterjacke mit Kapuze, welche am Rand einen Wollbesatz hatte, die Kapuze war tief in das Gesicht gezogen. Weiterhin trug er eine dunkle Hose und ältere Turnschuhe mit Karoaufnähern. Maskiert war er mit einem weißen Mundschutz, vermutlich aus dem medizinischen Bereich. Bewaffnet war er mit einer silbernen Pistole.

2. Täter: er ist ebenfalls 16 – 22 Jahre alt und 175 – 180 cm groß. Er war bekleidet mit einer schwarzen Kapuzenjacke und einer dunklen Hose. Als Maskierung diente hier ebenfalls ein weißer Mundschutz, bewaffnet war er mit einer silbernen Pistole.

3. Täter: er ist ebenfalls 16 – 22 Jahre alt, bekleidet war er mit schwarzen Oberbekleidung und einer dunklen Hose, vermutlich trug er eine helle Strickmütze. Er war mit einer ca. 50 cm langen Machete bewaffnet. Bei allen drei Tätern handelt es sich vermutlich um Deutsche, welche auch akzentfrei deutsch sprachen, sie machten einen jugendlichen Eindruck.

Polizeipräsidium Nordhessen

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