sekberlinartikelBerlin – Wie die Berliner Morgenpost berichtet, hat eine Spezialeinheit der Berliner Polizei hat am heutigen Donnerstag (23.06.2011) einen mutmaßlichen Helfer von tschetschenischen Terroristen gefasst.
Die Berliner Polizei hat als Rechtshilfe für Tschechien einen 35-jährigen Russen festgenommen, der die radikal-islamische Terrororganisation Jamaat Shariat in den Jahren zwischen 2008 und 2010 unterstützt haben soll, wie die Berliner Staatswanwaltschaft mitteilt.

Der Mann soll als Kurier gefälschte Dokumente zwischen Deutschland und Tschechien transportiert haben. Die gefälschten Dokumente sollen laut Staatsanwaltschaft sowohl der Schleusung von Rekruten wie auch der Finanzierung des Kaufs von Waffen und Sprengstoff für terroristische Aktivitäten in Tschetschenien und Dagestan gedient haben.

Bereits am 3. Juni war den Angaben zufolge ein mutmaßlicher Mittäter des Tatverdächtigen im Rahmen einer bundesweiten Durchsuchungsaktion ebenfalls in Berlin ergriffen und in Auslieferungshaft gebracht worden. Die intensive Fahndung der Generalstaatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin habe nun erneut zum Erfolg geführt.

Aufgrund des bereits vorliegenden Europäischen Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Prag wird der 35-Jährige dem Bereitschaftsgericht vorgeführt. Da der Tatschwerpunkt in Tschechien liege, sei mit einer baldigen Auslieferung beider Tatverdächtiger an die tschechischen Behörden zu rechnen.

Das Kammergericht Berlin hatte gerade erst gestern den 21-jährigen deutschen Staatsangehörigen Alican T. wegen Werbens für Mitglieder und Unterstützer für eine terroristische Vereinigung im Ausland in vier Fällen, sowie wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland in drei Fällen, zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.
»Nach den Feststellungen des Gerichts hat der Angeklagte für die radikal islamischen Gruppierungen „Al Qaida“ und „Islamische Jihad Union“ (IJU) geworben. Er hatte im Zeitraum zwischen dem 13. Juli 2009 und dem 5. Februar 2010 vier Videos ins Internet gestellt, in denen terroristische Aktivitäten verherrlicht würden und in denen zur Unterstützung von „Al Qaida“ und IJU aufgerufen werde«, teilte Dr. Tobias Kaehne der Staatsanwaltschaft Berlin mit.