Gesprengter Automat in Wickede | Foto: Bundespolizei

Dortmund – Spezialkräfte der Bundespolizei aus St. Augustin beendeten am Mittwoch Nachmittag (27.07.2011) eine Aufbruchserie von Fahrausweisautomaten, wie Polizeisprecher Jürgen Karlisch mitteilt. Drei Männer im Alter von 23/25/30 und eine 23-jährige Frau stehen im dringenden Tatverdacht in den ersten fünf Monaten des Jahres, insgesamt neun Fahrausweisautomaten aufgebrochen, gestohlen oder aufgesprengt zu haben. Der entstandene Schaden beläuft sich auf über 100.000,- Euro, so Karlisch. Gegen den am Mittwoch in Dortmund festgenommen 30-jährigen Haupttäter ordnete der Haftrichter Untersuchungshaft an.

Die Bande spezialisierte sich auf Fahrausweisautomaten der Deutschen Bahn. Nachdem brachiale Aufbruchversuche in Dortmund Asseln und Dortmund Wickede am Jahresanfang scheiterten, versuchte die Gruppe zwischen dem 24.- und 28. Februar in DO-Asseln-Mitte und DO-Kurl die 400 Kilogramm schweren Automaten mit zuvor gestohlenen Anhängern komplett zu stehlen (PM v. 28.02. u 01.03. Bundespolizei).

Parallel zu dieser Aufbruchserie wurde im Bereich dieser Tatorte eine neue Begehungsart bekannt. Die Täter versuchten in drei Fällen, in DO-Asseln-Mitte, DO Wickede und DO Wickede West die Automaten aufzusprengen. Die erforderlichen Sprengkartuschen wurden vermutlich durch den gestern festgenommen 30-jährigen Dortmunder selbst hergestellt.

Intensive Ermittlungen der Bundespolizei führten bereits im Mai 2011 zur Ermittlung von vier Tatverdächtigen. Mit Durchsuchungsbeschlüssen der Dortmunder Staatsanwaltschaft konnten drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. In den Wohnungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Lediglich der 30-jährige Hauptverdächtige konnte sich bis zum gestrigen Nachmittag der Festnahme entziehen. Spezialkräfte der Bundespolizei nahmen den Mann beim Verlassen eines Hauses in Dortmund fest. Der Haftrichter ordnete bereits am gestrigen Abend die Untersuchungshaft an. Die 18-monatige Bewährungsstrafe des 30-Jährigen, wegen Betrug, Hehlerei und Diebstahl, wurde inzwischen widerrufen.

Das Quartett hat sich nun wegen Bandendiebstahl vor dem Gericht zu verantworten.