Innere Sicherheit

Berliner Polizei verhindert womöglich Anschlag auf Halbmarathon

Berlin | Einsatzkräfte der Berliner Polizei durchsuchten am Sonntag mehrere Objekte in der Hauptstadt und konnten womöglich dadurch einen geplanten Anschlag auf den heutigen stattfindenden Berliner Halbmarathon mit ca. 36.000 Teilnehmern verhindern. Insgesamt seien sechs Personen im Alter von 18 – 21 Jahren festgenommen worden, die an der Vorbereitung eines Verbrechens im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung beteiligt gewesen sein könnten, berichtete die Polizei in Berlin.

Unter den Festgenommenen soll sich auch ein mutmaßlicher Hauptverdächtiger befinden, der dem Berliner Weihnachtsmarkt Attentäter Anis Amri nahe stehen soll und bereits länger observiert wurde. Amri und der Hauptverdächtige sollen zusammen die im vergangenen Jahr geschlossene Fussilet-Moschee in Moabit besucht haben.

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Bei den durch die Generalstaatsanwaltschaft und dem LKA Berlin veranlasste Durchsuchungen seien Beweismittel sichergestellt worden, berichtet die Polizei Berlin. Die Maßnahmen fanden in den Bezirken Charlottenburg und Neukölln statt. Auch zwei Fahrzeuge seien durchsucht worden.

Wegen der noch andauernden Ermittlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen mitgeteilt werden, teilte die Pressestelle der Polizei mit.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der sich zurzeit auf einer Jordanien-Reise befindet, sagte: „Ich danke ausdrücklich den Sicherheitskräften für ihr schnelles, gutes und erfolgreiches Eingreifen. Sie haben möglicherweise einen feigen Angriff auf den Halbmarathon, die Sportlerinnen und Sportler und seine Gäste verhindern können. (…) Die Berliner Polizei hat gute Arbeit geleistet.

GdP: Berliner Polizei hat richtig gehandelt

Die Berliner Polizei hat richtig und zum richtigen Zeitpunkt gehandelt“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, zu den Festnahmen aus dem mutmaßlichen Umfeld des Breitscheid-Platz-Attentäters Anis Amri am Rande des Halbmarathons am Sonntag in Berlin.
Malchow: „Es ist beruhigend, dass die Berliner Polizei diese mutmaßlichen Gefährder offenbar so unter Beobachtung hatte, dass sie sie jederzeit aus dem Verkehr ziehen konnte. Das ist bei geringstem Verdacht auf eine geplante Straftat richtig und notwendig. Nicht auszudenken, wenn bei dem Berliner Großevent mit 32.000 Läufern und Zehntausenden Zuschauern eine Bluttat passiert wäre.

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