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Stuttgart | Wie gut die Zusammenarbeit zwischen Polizeibehörden auch über Ländergrenzen hinweg funktioniert, zeigte eine Festnahme in der Nacht vom 20. auf 21. Oktober 2016 im Kreis Waldshut-Tiengen. Zielfahnder des LKA Baden-Württemberg nahmen mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften des Polizeipräsidiums Einsatz und des Polizeipräsidiums Freiburg drei polnische Staatsangehörige im Alter von 23, 25 und 29 Jahren fest. Nach den drei Männern war von den polnischen Strafverfolgungsbehörden im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt international gefahndet worden.

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Der 25-jährige Verdächtige soll bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Hooligan-Gruppen am 7. Oktober in Polen einen Angehörigen der gegnerischen Hooligan-Gruppierung erschossen haben. Die beiden anderen Festgenommenen sollen an dieser Tat beteiligt gewesen sein.

Am 18. Oktober hatten die polnischen Behörden über das BKA mitgeteilt, dass die drei Gesuchten nach Deutschland ausgereist und möglicherweise bei einem polnischen Landsmann im Bereich Waldshut-Tiengen Unterschlupf gefunden hätten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am Mittwoch mit.

Die Zielfahnder des LKA nahmen die Spur der Flüchtigen auf und konnten diese am 20. Oktober in einer Gemeinde im Landkreis Waldshut-Tiengen lokalisieren. Sie hielten sich dort in der Wohnung eines hier lebenden Polen auf. Die drei Männer wurden im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe am 21. Oktober dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der die Auslieferungshaft anordnete.