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Düsseldorf / Berlin | Auch in diesem Jahr werden zahlreiche Polizeibehörden verschiedener Bundesländer sowie rund 20 europäische Nachbarstaaten in der kommenden Woche einen Blitzmarathon zur Verbesserung der Verkehrssicherheit starten. NRW Innenminister Ralf Jäger (SPD) kündigte am Montag in Düsseldorf an, dass am Donnerstag, 21. April 2016 die Aktion ab 6 Uhr morgens beginnt und je nach Bundesland 18 – 24 Stunden andauert. In dieser Zeit werden tausende Polizistinnen und Polizisten an ausgewählten Unfallschwerpunkten, Kitas, Schulen oder Seniorenheimen die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer überprüfen.
Unangepasste Fahrweise oder zu schnelles Fahren sind die häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle. Der Blitzmarathon soll darauf aufmerksam machen und Raser aus dem Verkehr ziehen.

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Sachsen haben bereits angekündigt, nicht am Blitzmarathon 2016 teilnehmen zu wollen. „Der Planungs- und Personalaufwand für die Aktion sei unverhältnismäßig hoch“, hieß es z. B. aus dem Innenministerium in Dresden.

In den vergangenen Jahren kontrollierte die Polizei bundesweit im Rahmen des Blitzmarathons 24 Stunden lang Verkehrsteilnehmer. Aufgrund der steigenden Dauerbelastung in den Polizeidienststellen, werden nur einige Bundesländer 24 Stunden lang verstärkt kontrollieren. Auch zeigte eine aktuelle Untersuchung der RWTH Aachen, dass von sechs Uhr morgens bis zehn Uhr abends die Wirksamkeit einer solchen Verkehrsüberwachung am höchsten ist. Die Polizei NRW wird aus diesem Grund ’nur‘ in dieser Zeit an zahlreichen Stellen die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern kontrollieren, teilte ein Sprecher des MIK NRW mit.

Während in Brandenburg 24 Stunden lang geblitzt werden soll, sagte Polizeisprecherin Valeska Jakubowski von der Polizei Berlin am Mittmorgen gegenüber SEK-Einsatz.de: „Die Polizei Berlin wird sich auch in diesem Jahr an dem Blitzmarathon beteiligen. An besonderen Unfallschwerpunkten wird es in der Zeit von 6 – 24 Uhr verstärkte Kontrollen geben.“ Wie viele Beamte dazu eingesetzt werden, konnte die Polizeioberkommissarin aktuell noch nicht sagen. Weitere Details sollen in der kommenden Woche bekannt gegeben werden.

Darüber hinaus verwies die Polizeisprecherin auf einen weiteren einwöchigen Twitter-Marathon der Berliner Polizei zum passenden Thema „mehr Vorsicht im Straßenverkehr“.  Unter dem Hashtag #8geben teilt die Polizei ab dem kommenden Montag (18.04.) jeweils zwischen 11 Uhr und 19 Uhr alle Verkehrsunfälle mit Verletzten per Twitter mit und präsentiert dazu Hinweise zu Sicherheitsmaßnahmen. Außerdem wird das Twitter-Team mit dem Verkehrsunfallkommando und der Autobahnpolizei unterwegs sein.