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Polizei geht entschieden gegen Rocker vor | SEK Einsatz in NRW

Video via YouTube | NRW-Aktuell.tv

Mönchengladbach/Leverkusen/Duisburg/Köln – Als Folge der Auseinandersetzungen zwischen Rockern der Gruppierungen „Bandidos“ und „Hells Angels“ am 21.01.2012 in der Mönchengladbacher Altstadt, an der insgesamt ca. 100 Personen beteiligt waren, wurden zwei Person lebensgefährlich verletzt, zwei weitere Personen erlitten Stich- bzw. Schnittverletzungen. Die Staatsanwaltschaft hat daher ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet. Nach Auswertung des aufgezeichneten Videomaterials richtet sich ein Tatverdacht gegen zwei Personen, die dem erweiterten Kreis der Bandidos zugerechnet werden. Beide Personen konnten identifiziert werden.

Es handelt sich um den 37Jahre alten Tunesier Brahim Z., einem Betreiber eines Bordells in Leverkusen und um den 23 Jahre alten Deutschen Ramin Y., der zeitweise in Leverkusen und in Duisburg wohnt.

Die Polizei Mönchengladbach vollstreckte heute mit der Unterstützung von Spezialeinheiten und anderer Polizeibehörden Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt vier Objekte. Es handelt sich um das genannte Bordell in der Porschestraße in Leverkusen und um je eine Wohnung in Duisburg, Leverkusen und Köln.

Ziel der Maßnahme ist das Auffinden von Beweismitteln.

Nach Auswertung der Videobeobachtung vom 21.01.2012 ist von einem hohen Gewaltpotential aller an der Auseinandersetzung beteiligter Personen auszugehen. Außerdem waren nahezu alle Beteiligten bewaffnet (Baseballschläger, Schlagringe, Stahlruten und Messer). Aus diesem Grund drangen Spezialeinsatzkräfte der Polizei zeitgleich in die vier Objekte ein.

Im Ergebnis machten die ersten Ermittlungen deutlich, dass weder Tatverdächtige noch betroffene Opfer aus dem Kreis der beteiligten Gruppierungen bereit sind, Aussagen bei der Polizei zu machen. Polizei und Staatsanwaltschaft können daher Rückschlüsse aus den Geschehensabläufen nur aufgrund objektiver Tatsachen treffen. Die Videobeobachtung in der Mönchengladbacher Altstadt spielt hierbei eine bedeutende Rolle.

In dem Bordell in der Porschestraße fand die Polizei eine Vielzahl von Hieb- und Stichwaffen. Die Beamten des Spezialeinsatzkommando (SEK) fuhren dort mit einem „Ford-Spezialfahrzeug“ vor, welches für Aufsehen sorgte. Eine Bilderstrecke ist auf RP-Online.de zu finden.

Mit einem abschließenden Ergebnis der Durchsuchungsmaßnahmen ist erst nach Auswertung aller gewonnenen Erkenntnisse in den nächsten Tagen zu rechnen. Innenminister Ralf Jäger hatte kurz nach den Auseinandersetzungen im Innenausschuss des Landtags gesagt, dass bei der Bekämpfung der Rockerkriminalität „Null Toleranz“ gelte und selbst geringfügige Verstöße geahndet würden.

 

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4 Comments

  1. wieso kümmert sich die polizei eigentlich nicht vermehrt um kinderschänder und läßt die jungs in ruh…sind alle erwachsen und müssen selber wissen ob sie sich die köppe einhauen wollen oder sich gegenseitig umbringen….selbst polizeibeamte befinden sich als fullmember in den genannten gruppierungen, somit ist die ganze aufregung nicht gewährleistet und widerspricht dem handeln der polizei….vielleicht sollte die regierung doch erstmal vor der eigenen tür kehren und sich auch mal die frage stellen ob das ganze überhaupt sinn macht oder nicht doch einfach nur unnötige geldausgabe ist…

    1. Die vereinfachte Betrachtung lässt den Glauben zu, man könnte die „Jungs“ machen lassen. Tatsächlich ist neben den klassischen Delikten wie Drogenhandel, Zuhälterei, Körperverletzung ein anderer Aspekt viel interessanter. Die sogenannten 1%-er Clubs legen Gebietsansprüche fest, in denen nur sie aktiv sein dürfen oder aber Clubs, die sie dulden. Würde bedeuten, wenn harmlose Menschen einen MC gründen wollen, hätten sie mit erheblicher Gewaltausübung der 1%-er zu rechnen. Es sind diverse Fälle aktenkundig, in denen die Clubheime harmloser MC verwüstet oder sogar abgefackelt wurden. Die durchgeführten und angedrohten Repressalien gegen Gründer von MC durch 1%-er Clubs sind auch nicht ohne. Damit ist ein elementarer Verstoß gegen unser Grundgesetz, unsere Meinungsfreiheit und auch die Vereinsgründungsfreiheit gegeben. Die Zeiten in denen Rocker romatische Figuren und Freigeister waren sind vorbei. Die großen Clubs sind ausnahmslos der organiserten Kriminalität zuzurechnen. Damit sein den verbleibenden „echten“ Rockern allerdings nicht ihre Existenberechtigung abgesprochen.

  2. Moin Raubkatze.

    Erwachsen sind die meisten Kriminellen in Deutschland, dass schließt aber noch lange nicht die damit verbundende Gesellschaftsfähigkeit mit ein. Es ist gut, dass die Polizei ein großes Auge auf die Bandenkriminalität wirft und auch entsprechende Verbindungen kontrolliert oder gar auflöst. Sonst haben wir hier irgendwann eine Situation wie in den USA oder Dänemark.
    Deiner Meinung nach ist es also ok, wenn sich Leute auf der Straße angreifen und mit Messern und Baseballschlägern verletzen? Soll die Polizei dann weggucken, weil es ja zu teuer sein würde oder weil sie dann angeblich mehr Zeit für Sexualstraftäter hat?…die Begründung verstehe ich nicht so ganz.

    Und nur weil vereinzelte Polizeivollzugsbeamte in so einem Club Member sind , was mir allerdings neu ist, heißt es ja nicht gleich, dass sie Straftaten begehen . Meinetwegen kann jeder Bundesbürger Mitglied in so einer Vereinigung sein, Hauptsache er bewegt sich im Rahmen des Legalen.

    Wie würdest du dir denn die Banden ohne weitere Verfassungs- und Polizeiaufsicht in Zukunft vorstellen?

    Gruß RazoR;)

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