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SEK Einsatz | Mann bedroht sich selbst mit Messer

Symbolfoto | Foto: © Polizei BaWü
Symbolfoto | Foto: © Polizei BaWü

Am gestrigen Ostersonntag (20.04.2014) gegen 20 Uhr richtete ein Mann in einem Gebäude in der Rietenstraße ein Messer gegen sich selbst und drohte damit sich “etwas anzutun”. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei, soll ein vorausgegangener Streit mit seiner Lebensgefährtin zu dieser psychischen Ausnahmesituation des Mannes gekommen sein.
Der Mann ließ sich weder durch die einschreitenden Beamten des Polizeireviers Schwenningen beruhigen, noch durch andere Personen. Da davon ausgegangen werden musste, dass sich der Mann hinter der verschlossenen Türe seiner Wohnung – in der er sich alleine aufhielt – tatsächlich etwas mit einem schon in der Hand haltenden Messer antut, wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert.

Nachdem gegen 00.45 Uhr der Mann seine Drohung wahr machte und sich selbst eine Stichverletzung zugefügt hatte, wagten die SEK Beamten den Zugriff. Gewaltsam drangen die Spezialkräfte in die Wohnung ein und konnten den Mann überwältigen und festnehmen. Ein am Einsatzort befindlicher Notarzt versorgte den Verletzten und brachte ihn anschließend in eine Klinik.

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2 thoughts on “SEK Einsatz | Mann bedroht sich selbst mit Messer”

  1. Sehr geehrte Spezialeinheiten,

    Ich danke aufrichtig, dass die Kommentarfunktion ihrer Homepage wieder geöffnet wurde, es ist sicher vielen ein Anliegen die Homepage durch ein Kommentar oder eine Antwort mitgestalten zu können.

    Ich kommentierte hiermit den Artikel ‘SEK Einsatz | Mann bedroht sich selbst mit Messer’

    Selbstverletzung in Verbindung mit psychischer Krankheit und Kriminalität geht oftmals einher, so ist es oft schwierig die psychische Verfassung und die Reaktionen der Betroffenen in solchen Situationen abzuwägen. Deswegen ist es gut, dass die Beamten im gehobenen Dienst der Schutz- und Kriminalpolizei im Rahmen eines Studiums in den Fächern Psychologie und Psychiatrie geschult werden, beispielsweise in Berlin, der Landeshauptstadt, studieren diese Schutz- und Kriminalpolizisten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht im Fachbereich 5 ‘Polizei und Sicherheitsmanagement’. Im Gesetzestext sind für solche Täter oft psychologische und psychiatrische Heilbehandlung und entsprechende Betreuung vorgesehen, das in Form von Unterbringung beispielsweise, je nach Härtegrad der vorhergegangenen Taten, in optional offenen, geschlossenen oder forensischen Krankenstationen. In forensischen Krankenstationen findet man meist Schwerkriminelle denen man den Zugang zur Öffentlichkeit verwehren will. Dort wird auch mit Medikamenten gearbeitet, die ausschließlich von studierten Doktoren der Medizin und Psychiatrie verschrieben werden, das immer nach vorheriger Beobachtung. Außerdem werden die entsprechenden Täter dann dort von einem Krankenpflegeteam gepflegt und versorgt mit dem zum Leben notwendigen Dingen wie Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln oder ähnlichem. Seelsorger sind für diese rund um die Uhr verfügbar. In regelmäßigen Zeitabständen prüft dann ein Betreuungsgericht, ein Amts- oder Landgericht mithilfe eines unabhängigen Gutachters die Notwendigkeit weiterer Unterbringung oder Maßnahmen, geurteilt wird nach fachärztlicher Meinung und nach Gesetzestexten wie dem Betreuungsrecht ab Titel 2, § 1896 im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB, dem Verfahren in Betreuungs- und Unterbringungssachen in Buch 3, ab § 271 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit FamFG oder dem Freiheitsentzug mittels Maßregel des wesentlich schärferen Strafgesetzbuches StGB mit seinem § 63, der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, wobei mit dem psychiatrischen Krankenhaus die forensische Abteilung der Psychiatrie gemeint ist, ebenso ist in der Strafprozessordnung StPO die einstweilige Unterbringung mit § 126a geregelt.

    Ich hoffe die Leser meines Kommentares sind durch diesen ausreichend gut informiert worden und ich hoffe die Inhalte richtig wiedergegeben zu haben.

    Gezeichnet, Marc-Michel Münch

    Gezeichnet

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