Bayern

Messerangriff gegen Polizeibeamte | SEK überwältigt 34-Jährigen

SEK Beamte auf dem Weg zur Wohnung | Foto: Archiv  © Karsten John
SEK Beamte auf dem Weg zur Wohnung | Foto: Archiv © Karsten John

Gegen 20:45 Uhr erhielt die Polizei über den Notruf Kenntnis, dass ein 34-Jähriger in seiner Wohnung durchdrehe und drohe sich umzubringen. Als erste Kräfte der Polizeiinspektion Schweinfurt eintrafen, ging der Beschuldigte mit einem Messer auf die Beamten los. Unter Einsatz von Pfefferspray konnten die Polizeibeamten den ersten Messerangriff abwehren. Davon unbeeindruckt startete der Mann noch einen zweiten Messerangriff, wobei aber auch diesmal niemand verletzt wurde.

Die Polizisten brachten die Kinder des Mannes und die Ehefrau ebenso wie die übrigen Bewohner aus dem mehrgeschossigen Gebäude in Sicherheit. Die Kinder und ihre Mutter wurden in der Polizeidienststelle u.a. auch von einem Notfallseelsorger betreut. Im Laufe des Abends kamen die Kinder dann bei Verwandten unter.

Die Polizeibeamten zogen sich nach den Messerattacken aus der Wohnung zurück und eine Verhandlungsgruppe (VG) des Polizeipräsidiums Unterfranken wurde hinzugezogen. Die speziell geschulten Beamten der Verhandlungsgruppe nahmen mit dem 34-Jährigen Kontakt auf und versuchten ihn zur Aufgabe zu bewegen. In den Gesprächen drohte der Mann weiterhin mit seinem Messer und Gas ausströmen zu lassen.

Der Bereich um das Wohnhaus in der Apostelgasse wurde von einem größeren Aufgebot der Schweinfurter Polizei weiträumig abgeriegelt. Mitarbeiter der Stadtwerke, der Feuerwehr Schweinfurt sowie 27 Mann des Rettungsdienstes waren im Einsatz. Ebenfalls wurde ein Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert.

Gegen 00:30 Uhr erfolgte dann bei einer günstigen Gelegenheit der Zugriff durch die SEK-Beamten, als sich der 34-Jährige kurzzeitig an seiner Wohnungstür gezeigt hatte. Der Mann, der der Polizei bereits bestens bekannt ist, wurde überwältigt und festgenommen. Dabei erlitt er leichte Verletzungen.
In der Wohnung wurden mehrere größere Messer sichergestellt und der Beschuldigte noch im Laufe der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Wegen der Messerattacken läuft gegen den 34-Jährigen jetzt ein Ermittlungsverfahren. Die entsprechenden Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt.

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