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Rocker erschießt 31-Jährigen in Neu-Ulm | SEK-Einsatz

Symbolfoto | © fiB
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Aufgrund der Ermittlungen vor Ort und der noch in der Nacht durchgeführten Zeugenvernehmung geht die Polizei derzeit davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um eine vereinbarte Aussprache zwischen vier Personen aus dem Rotlichtmilieu sowie drei Personen, die der Rockerszene nahe stehen, handelte.

Bei dem Gespräch soll es zu einer Eskalation gekommen sein, wobei ein 26-Jähriger Rocker verletzt wurde. Im weiteren Verlauf wurden von einer bisher unbekannten Person, mehrere Schüsse abgegeben. Hierbei wurden die beiden im „Security Bereich“ tätigen 41 bzw. 31 Jahre alten Männer von Schüssen jeweils im Rumpfbereich getroffen. Die drei Personen mit Bezug zur Rockerszene flüchteten vom Tatort wobei sie von den unverletzten Personen mit Bezug zum Rotlichtmilieu verfolgt wurden. Unbeteiligte Personen, die sich in der Nähe aufgehalten hatten, verständigten aufgrund der Schüsse die Polizei.

Beide Personen wurden durch den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst umgehend medizinisch versorgt und im weiteren Verlauf in Krankenhäuser zur weiteren Versorgung gebracht. »Während bei dem 41 Jährigen schwere Verletzungen diagnostiziert werden mussten, bestand für den 31 Jährigen aufgrund der Schwere der Verletzungen akute Lebensgefahr. Trotz der Bemühungen der Ärzte verstarb der 31-jährige Mann in den frühen Morgenstunden. Der 41 Jährige ist aufgrund seines Zustandes weiterhin nicht vernehmungsfähig«, so ein Polizeisprecher.

Ein Tatbeteiligter festgenommen – zwei Personen flüchtig

Noch in der Nacht ermittelte die Kripo Neu-Ulm die Identität des verletzten 26-Jährigen und konnte ihn im Rahmen der ersten Fahndungsmaßnahmen festnehmen. Aufgrund seiner Verletzung wurde er zunächst in einem Krankenhaus medizinisch versorgt und anschließend bei der Polizei zur Tat vernommen. Der Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen im Laufe des Nachmittags dem Haftrichter vorgeführt.

Die Fahndung nach seinem 21-jährigen Begleiter und dem Schützen, in deren Verlauf auch Einsatzkräfte einer Spezialeinheit eingebunden waren, verlief bisher negativ und dauert an.
Bei ersten Durchsuchungsmaßnahmen der Polizei wurden bisher zwei Schreckschusswaffen, jedoch noch nicht die Tatwaffe aufgefunden.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem Hintergrund des Treffens dauern an. Anhaltspunkte, dass es sich bei dem Tötungsdelikt um eine Tat zwischen rivalisierenden Rockergruppierungen handelt liegen der Polizei derzeit nicht vor.

Bei der Rockergruppierung handelt es sich um “Rock Machine MC Nomads”. Rock Machine ist eine “Outlaw Motorcycle Gang” mit Chaptern u.a. in Canada, Australien, USA und Deutschland. Im Bereich Ulm / Neu-Ulm ist eine regionale Gruppierung mit maximal 20 Angehörigen ansässig, die derzeit keiner der bekannten großen Rockergruppierungen nahe stehen.
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