Spezialeinheiten Bayern | Foto: Archiv

Regensburg  –  Einen umfangreichen Polizeieinsatz mit der Hinzuziehung der Verhandlungsgruppe (VG) des Polizeipräsidiums Oberpfalz und Spezialeinsatzkräften (SEK) aus Nürnberg gab es in den Nachtstunden von Freitag (27.04.2012) auf Samstag im Stadtgebiet von Regensburg.

Gegen 22:20 Uhr verständigten Anwohner des in der Innenstadt gelegenen Anwesens die Polizeieinsatzzentrale Oberpfalz und teilten eine offensichtlich massive Auseinandersetzung in dem Wohnblock mit. Deren mutmaßliches 46-jähriges Opfer hatte seinerseits über Anwohner auf das Geschehen aufmerksam machen können.
Die wenige Minuten später eintreffenden Polizeikräfte trafen auf den aus einer Schnittwunde stark blutenden Verletzten, der angab von seinem 50-jährigen Mitbewohner verletzt worden zu sein. In dessen Begleitung habe sich noch ein weiterer Mann befunden, zu dessen Identität nichts weiteres bekannt war.
Den Verletzten brachte der Rettungsdienst in ein Regensburger Krankenhaus. Nach derzeitigem Erkenntnisstand befindet er sich außer Lebensgefahr.
Polizeikräfte konnten mit einem der noch in der Wohnung befindlichen Männer Sprechkontakt aufnehmen und ihn zur Aufgabe bewegen. Er wurde gegen 00:30 Uhr widerstandslos vor dem Haus festgenommen. Bei ihm handelt es sich um den 50- jährigen Tatverdächtigen.
Hartnäckig zeigte sich der 49-jährige Besucher, der nach jetzigem Kenntnisstand in das Geschehen nicht maßgeblich involviert war. Er konnte erst gegen 02:15 Uhr durch den Zugriff der aus Nürnberg eingetroffenen Spezialeinsatzkräfte aus der Wohnung gebracht werden. Dabei zog sich der ebenfalls in Regensburg wohnhafte Mann leichte Verletzung zu.

Die Hintergründe zu der Tat sind noch völlig offen. Die Ermittlungen zu dem nächtlichen Einsatz hat die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg übernommen.
Der tatverdächtige 50-Jährige wird in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg, die bereits in den Nachtstunden in das Geschehen eingebunden war dem Ermittlungsrichter vorgeführt.