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München-Perlach – Am gestrigen Samstag (19.11.2011) um 12:25 Uhr, betrat ein 51-Jähriger die Arztpraxis eines Münchner Internisten in Neuperlach. Er hielt dabei eine Waffe in der Hand und forderte die anwesenden Arzthelferinnen und Patienten auf, die Praxis zu verlassen. Der Arzt war zu dieser Zeit mit einer weiteren Patientin in seinem Sprechzimmer. Beide konnten sich in diesem Raum verbarrikadieren und einen Notruf absetzen. Der Arzt verließ anschließend diesen Raum über ein Fenster und eine Feuerleiter, in den folgenden beiden Stunden hielt sich der Mann mit der Patientin in der Praxis auf, bedrohte sie jedoch in keinster Weise. Er unterhielt sich mit der Patientin und schilderte ihr seine für ihn ausweglose Situation.
Die Frau konnte dann von Beamten des Spezialeinsatzkommando (SEK) mit einer Drehleiter aus der Praxis gebracht werden. Nach längeren Gesprächen mit dem Psychologischen Dienst der Polizei wurde der Mann anschließend durch die SEK-Beamten überwältigt. Keiner der Beteiligten wurde dabei verletzt. Eine Geiselnahme lag zu keinem Zeitpunkt vor, sondern eine Bedrohung mit Schusswaffe.

Bei der Waffe, die der Mann bei sich führte, handelte es sich um eine Schreckschusswaffe.