Festnahme durch Spezialeinheiten | Symbolfoto

Münnerstadt/Unterfranken – Einem luxuriösen Leben, das sich ein Mann dank eines schwunghaften Rauschgifthandels offenbar leisten konnte, haben Anfang Oktober Fahnder der Kripo Schweinfurt in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt ein vorläufiges Ende gesetzt. Nach einer Drogenbeschaffungsfahrt stellten die Beamten u.a. drei Kilogramm Heroin und 20.000 Euro mutmaßliches Drogengeld sicher. Auch zwei Autos im Wert von knapp 50.000 Euro ist der 41-Jährige jetzt los. Der Beschuldigte sitzt nach fast einjährigen Ermittlungen in Untersuchungshaft.
Dass ein anfangs noch unbekannter Mann offenbar groß im Heroingeschäft mitmischt, kam den Drogenfahndern der Schweinfurter Kriminalpolizei im November des vergangenen Jahres erstmals zu Ohren. In der Folge begannen die Ermittlungen, die sich über fast 12 Monate erstreckten. Es dauerte einige Zeit, bis schließlich feststand, dass es sich bei dem Dealer um einen Mann aus dem Landkreis Bad Kissingen handelte.

Bei den äußerst personalintensiven Recherchen ergaben sich nach und nach immer konkretere Hinweise darauf, dass der 41-Jährige seinen Lebensunterhalt ausschließlich durch den Verkauf von Drogen bestritt, wobei sehr schnell die professionelle Organisation auffiel, mit der der Beschuldigte seine Geschäfte abwickelte. Es stellte sich heraus, dass der Mann hauptsächlich die Szene im Raum Bad Neustadt/Saale und Bad Kissingen versorgte Mit den erzielten Gewinnen finanzierte der Dealer seinen aufwändigen Lebensstil. Auch seiner Lebensgefährtin ließ er ein Auto zukommen.

Die Handschellen klickten schließlich am Abend des 1. Oktober im Raum Münnerstadt, als der Mann von einer Rauschgiftbeschaffungsfahrt aus Rotterdam zurückgekehrt war. Fahnder der Kripo Schweinfurt und des Einsatzzuges der Schweinfurter Polizei stoppten mit Unterstützung eines Spezialensatzkommandos der Polizei den Pkw, mit dem der 41-Jährige unterwegs war. Der Fahrer wurde festgenommen und bei ihm zunächst 5.000 Euro Bargeld sichergestellt. In dem Fahrzeug entdeckten die Beamten dann außerdem drei Kilogramm Heroin und 1,5 Kilogramm Streckmittel.

Auf richterliche Anordnung hin wurde noch am gleichen Abend die Wohnung des Beschuldigten und weitere Pkw durchsucht. Dabei fielen den Fahndern noch einmal 15.000 Euro in die Hände, bei dem es sich allem Anschein nach um Drogengeld handelt. Ebenfalls aufgrund eines richterlichen Beschlusses wurden der VW Golf und ein E-Klasse-Mercedes des Festgenommenen beschlagnahmt.

O-Ton des Polizeipressesprechers Karl-Heinz Schmitt
SEK beendet Fahrt PP Unterfranken by SEK-Einsatz.de

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt hatte der Mann am Tag nach seiner Festnahme einen Termin beim Ermittlungsrichter. Danach wanderte der 41-Jährige bis auf Weiteres hinter Gitter. Vieles spricht dafür, dass der Beschuldigte seit längerer Zeit in regelmäßigen Abständen in Holland Drogen besorgte, um sie gewinnbringend an die örtliche Rauschgiftszene zu verkaufen. Auf diese Weise dürften mehrere Kilogramm Heroin umgesetzt worden sein. Der schwunghafte Rauschgifthandel bringt dem Beschuldigten ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge ein. Die gemeinsamen Ermittlungen der Kriminalpolizei Schweinfurt und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt dauern an.

OTS – PP Unterfranken