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Schwerverletzter nach Schlägerei | Zeugen entlasten SEK Beamte

Spezialeinheiten Berlin | Foto: Archiv

Berlin – Mit schweren Schädelverletzungen kam in der Nacht zu Samstag (15.10.2011) ein Mann zur intensivmedizinischen Betreuung in eine Klinik, der zuvor in Berlin-Mitte Opfer eines körperlichen Übergriffs geworden war. Zunächst gerieten zwei außer Dienst befindliche Polizeibeamte der Abteilung Operative Dienste des Landeskriminalamtes Berlin unter Tatverdacht. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes (LKA) Berlin übernahm umgehend die Ermittlungen.
Den ersten Erkenntnissen zu folge geriet ein 20-Jähriger gegen 0:30Uhr vor einem Festzelt in der Invalidenstraße mit zwei weiteren Männern im Alter von 32 und 37 Jahren in Streit. Bei der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung brachte das Duo den jungen Mann mit Schlägen zu Boden.
Drei 21-jährige Begleiter des Opfers eilten diesem zu Hilfe und wurden ebenfalls attackiert.

Bei der Absuche der Umgebung stellten alarmierte Polizisten die beiden mutmaßlichen Angreifer fest. Sie wurden im weiteren Verlauf zur Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle gebracht und konnten die Dienststelle nach ihren Vernehmungen verlassen. Ein Tatverdacht liegt bei ihnen derzeit nicht mehr vor.

Die Ermittlungen der 1.Mordkommission des LKA Berlin werden weiter mit Hochdruck geführt. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass das spätere Opfer und dessen drei Begleiter vor dem folgenschweren Übergriff möglicherweise selbst die Schlägerei angezettelt haben könnten, bei der es zu den Verletzungen kam.
Nach Informationen von Morgenpost Online sollen der Polizei Hinweise vorliegen, denen zufolge das Quartett gezielt Streit mit vermeintlichen Skinheads gesucht haben soll. So sollen bereits vor der schweren Schlägerei zwei kurzhaarige Kollegen der SEK-Beamten von dem Quartett angegriffen worden sein. Die Beamten hätten sich aber verteidigen und den Angriff abwehren können. Danach seien diese Beamten nach Hause gegangen. Erst mit Bekanntwerden des anderen Vorfalls im Verlauf des Sonnabends sei ihnen dann die Bedeutung des Angriffs klar geworden.
Insbesondere die Rolle des 20-Jährigen sowie seiner Begleiter, aber auch die Umstände, die zu den schweren Verletzungen führten, müssen noch näher beleuchtet werden.

Der 20-Jährige, der in der Nacht schwere Schädelverletzungen davon getragen hatte, liegt weiterhin in einer Klinik und wird intensivmedizinisch betreut. Zwei seiner Begleiter mussten sich ambulant im Krankenhaus behandeln lassen. Der vierte Mann blieb unverletzt.

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