Symbolfoto
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Am frühen Sonntagmorgen hatte die 52 Jahre alte Ehefrau um 05:22 Uhr die Polizei gerufen und um polizeiliche Unterstützung hinsichtlich ihres offenbar psychisch erkrankten 63 Jahre alten  Mannes gebeten.
Nach Kontaktaufnahme mit der Frau stellte sich keine akute Bedrohungslage dar, die aus Sicht der Beamten ein weiteres Einschreiten notwendig gemacht hätten.
Kurz vor 08:00 Uhr meldete sich die Schwägerin des 63 Jährigen bei der Polizei. Sie teilte mit, dass sie ebenfalls in einem Haus auf dem Grundstück wohnhaft sei. Sie habe soeben beobachtet, dass ihr Schwager mit ihrem 70 Jahre alten Ehemann auf dem Grundstück rangelt und ihn festhält.
Zuerst eintreffende Polizeikräfte konnten auf dem Grundstück des Hauses zunächst keine Beobachtungen treffen. Aus dem Keller des Hauses konnten sie allerdings Stimmen und Geräusche vernehmen. Auf Grund desGeschehnisablaufes und da der Mann als Waffenbesitzer im polizeilichen System vermerkt war, wurde von einer
Bedrohungssituation im Haus ausgegangen. In der Folge wurde das Haus von Einsatzkräften  von außen gesichert. Gleichzeitig wurde ein Spezialeinstzkommando (SEK) eingesetzt und angefordert.

Gegen 11.30 Uhr wurde von den im Erdgeschoß eingesetzten SEK-Beamten gemeldet, dass der mitgeführte Gasdetektor angeschlagen hatte.
Daraufhin musste davon ausgegangen werden, dass der 63-Jährige die Gasleitung manipuliert hat. Ein sofortiger Zugriff war unausweichlich und die Spezialeinsätzkräfte drangen in den Keller ein. Der Tatverdächtige konnte überwältigt werden. Für sein Opfer kam jede Hilfe zu spät.

Die Staatsanwaltschaft und die Mordkommission haben die Ermittlungen aufgenommen.
Die Feststellungen zur Todesursache werden durch Rechtsmediziner getroffen.

Es wurde umfangreiche Betreuungsmaßnahmen für die Angehörigen und Beamte eingeleitet.

Der 63- Jährige ist bislang wegen  im Jahr 2010 wegen einer Körperverletzung zum Nachteil seiner Ehefrau und Anfang 2012 wegen des Verdachts der unberechtigten Lagerung von Munition in Erscheinung getreten.