Friedrich auf einem Boot der GSG9 | Foto: Bundespolizei

St. Augustin – Die GSG 9 agiert meist im Verborgenen. Ausbildung und Training findet meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich gewann anlässlich eines Besuches bei der Spezialeinheit der Bundespolizei in St. Augustin am 1. Juni einen direkten Einblick.

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums Potsdam, Matthias Seeger, und der Leiter der GSG 9 Olaf Lindner begrüßten den Minister und konnten mit Stolz durch das dann folgende Programm führen:

Zunächst wurde eine kurze Einführung in die Aufgaben und die Organisation der GSG 9 gegeben, um dann – mit Hinblick auf die erste Einsatzdemonstration – maritime Einsatzkonzepte zu erläutern. Anschließend begab sich der Minister mit den Einsatzbooten auf den Rhein. Friedrich war mitten im Geschehen, als der fingierte Zugriff auf das anvisierte Zielschiff – die Rheinfähre „Beethoven“- erfolgte. „“Ich bin hochbeeindruckt von dieser Übung. Hier muss sich jeder wirklich hundertprozentig auf jeden Kollegen verlassen können. Jede Bewegung sitzt und ist auch zeitgenau abgestimmt. Und das bei einem gleichzeitigen Einsatz von Hubschraubern und Booten sowie verschiedenster Technik.““

Beim anschließenden Stehempfang am Standort der Bundespolizei nutzte Friedrich dann ausgiebig die Gelegenheit, von den Beamten der Spezialeinheit möglichst viele Details über ihre Arbeit zu erfahren.

Anschließend folgte eine Vorstellung der operativen Technik, die zur Aufklärung bei besonderen Lagen angewendet wird, aber auch, um sich Zugang zu verschiedenen Objekten  zu verschaffen.

Im Schieß- und Ausbildungszentrum konnte der Minister sich dann erneut von Präzisionsarbeit der GSG 9-Beamten überzeugen: Ein Fallschirmspringer landete geschmeidig auf dem Dach des Gebäudes, ein Präzisionsschütze demonstrierte sein Können und am Körper einer „Geisel“ wurde  eine „Sprengvorrichtung“ entschärft. Die Demonstration medizinischer Erstversorgung von „Verletzten“ im Einsatz bildete den Abschluss des Besucherprogramms.

„“Die GSG 9 genießt auch international einen hervorragenden Ruf““, lobte Friedrich, der kurz zuvor von einer Auslandsreise aus Indien zurückgekehrt war. „“Wir sind sehr stolz auf Sie!““ ließ der Minister die Einsatzkräfte vor Ort wissen.

Anlass zur Einrichtung der Spezialeinheit war einst die  Geiselnahme von München bei den Olympischen Spielen 1972 gewesen. Nur etwa drei Wochen nach diesem schrecklichen Ereignis wurde am 26. September 1972 die GSG 9 aufgestellt. Die erfolgreiche Beendigung der Entführung des Flugzeugs „Landshut“ in Mogadischu in der Nacht zum 18. Oktober 1977 hatte der GSG 9 große  Anerkennung und ein hohes Ansehen unter den Spezialeinheiten der Welt gebracht.

Quelle Text und Foto: BMI | Bundespolizei

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