Spezialeinheiten Brandenburg

Cottbus – Wie das Landeskriminalamt Brandenburg heute mitteilt, haben am vergangenen Freitagabend (20.05.2011) Beamte eines Mobilen Einsatzkommandos (MEK) eine seit mehreren Wochen gesuchte mutmaßliche Drogenhändlerin in der Lausitz festgenommen.
Zielfahnder des Bereiches LKA gaben nach der Lokalisierung der Gesuchten den MEK Beamten den Aufenthaltsort.

Die Cottbuser Ermittlungskommission des LKA Brandenburg für Organisierte und Schwere Kriminalität ermittelt im Auftrag der Cottbuser Staatsanwaltschaft gegen die 30-jährige Nadine K. sowie ihren mutmaßlichen 36-jährigen Mittäter Marco G. wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

Alleine Nadine K. wird beschuldigt, in den Jahren 2008 bis 2010 in mindestens 30 Fällen mit Betäubungsmitteln, darunter Metamphetamin, Crystel, Marihuana und Speed im Bereich Bad Liebenwerda-Torgau Handel betrieben zu haben. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnräume sowie eines von ihr benutzten Depots waren am 22.03.2011 über vier Kilogramm Marihuana, mehr als sechs Kilogramm Amphetamin sowie Bargeld und Streckmittel sichergestellt worden.

Vor diesem Hintergrund hatte das Amtsgericht Cottbus auf Antrag der Staatsanwaltschaft am 23.03.2011 gegen Nadine K. einen Haftbefehl erlassen, der jetzt nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen, u.a. unter Einsatz der Zielfahnder, des MEK sowie der Mobilfunkaufklärer des Bereiches LKA, erfolgreich zu Abschluss gebracht werden konnte.
Die Festnahme erfolgte am Freitagabend gegen 18.20 Uhr auf offener Straße in der Ortslage Prieschka (Bad Liebenwerda). Die Gesuchte befand sich zu diesem Zeitpunkt in Begleitung zweier mutmaßlicher, zuvor ermittelter Kontaktpersonen.

Nadine K. wurde nach entsprechenden Vernehmungen am gestrigen Samstag (21.05.) dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der den bereits bestehenden Haftbefehl vollkündete und die 30-jährige in eine Justizvollzugsanstalt einwies.


Ihr mutmaßlicher Mittäter Marco G. befindet sich ebenfalls in Untersuchungshaft.
Nachdem er sich am 12.02.2011 einer versuchten Festnahme in Falkenberg (Landkreis Elbe-Elster) zunächst durch gezieltes Zufahren auf einen Polizeibeamten entziehen konnte, hatte ebenfalls die Zielfahndung des Bereiches LKA die Suche nach ihm übernommen und ihn innerhalb von neun Tagen aufgespürt.

Anlässlich der Festnahme des 36-jährigen am 21.02.2011 in einer Wohnung in Bestensee durch Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) des LKA wurde bei der anschließenden Durchsuchung zudem eine größere Anzahl von Waffen und Munition sichergestellt sowie festgestellt, dass Marco G. bei der zuvor gescheiterten Festnahme mit hoher Wahrscheinlichkeit zusätzlich griffbereit eine Vorderschaftsrepetierflinte inklusive Munition (so genannte Pump Gun) mit sich geführt hatte.