Meck-PommSEK - Einsätze

Eine besondere Partnerschaft | Reederei Scandlines und das Spezialeinsatzkommando des LKA M-V

Symbolfoto | dpa

Mecklenburg-Vorpommern – Unter den Passagieren von Fährschiffen der Reederei Scandlines aber auch bei anderen zufälligen Beobachtern dürfte gelegentlich Erstaunen herrschen – immer dann, wenn sich sportliche junge Männer mit Helmen und dunklen Einsatzanzügen in schnellen Booten dem Schiff nähern, um es piratengleich scheinbar entern zu wollen.
Zu den Aufgaben des Spezialeinsatzkommandos (SEK) des Landeskriminalamtes gehört es u.a., gefährliche Straftäter zu überwältigen und festzunehmen. Notwendig sein kann dies z.B. in Gebäuden, Fahrzeugen – ob auf Straße oder Schiene, Flugzeugen oder eben auch auf Schiffen. Ganz gleich, welche Situation man sich vorzustellen vermag, diese Spezialisten der Polizei müssen auf jede Einsatzlage vorbereitet sein. Neben dem Bedarf an entsprechenden Einsatzmitteln und -ausrüstung nimmt dabei die Aus- und Fortbildung der Beamten einen wichtigen Platz ein.

Da Mecklenburg-Vorpommern als Küstenland unmittelbar mit der Fähr- und Kreuzschifffahrt in Berührung kommt, muss diese Spezialeinheit selbstredend auch die maritime Einsatzfähigkeit gewährleisten. Das bedeutet, dass beispielsweise die Bootsführer ihre Fachkenntnisse in Sachen Technik, Navigation, Witterungs- oder auch Sichtbedingungen regelmäßig trainieren, dass zugleich aber auch das Aufentern von Schiffen sowie Einsatzmaßnahmen an Bord von Schiffen trainiert werden. Da die Polizei bekanntermaßen nicht selbst über Schiffe, wie sie in der Fähr-/Fracht- oder Kreuzschifffahrt zum Einsatz kommen, verfügt, fand sich unkompliziert eine Reederei, die uns mittlerweile seit mehr als 10 Jahren partnerschaftlich bei unserer Arbeit unterstützt, die Reederei Scandlines.

Mit den regelmäßigen Fahrzeiten Ihrer Fährschiffe der Linien Rostock – Gedser und Rostock – Trelleborg als Beispiel ermöglicht Scandlines dem SEK M-V die Zeitfenster ankommender und abfahrender Schiffe nach Bedarf für Aus- und Fortbildungszwecke zu nutzen, indem die Polizeibeamten ohne jede Beeinträchtigung des Fährbetriebs an den Schiffen üben können – zuletzt geschehen und beobachtet am 29.09.2011, diesmal allerdings auf der “Merchant” (Frachtlinie Rostock – Hanko).

Eins sollte an dieser Stelle allerdings noch erwähnt werden – selbstverständlich stehen Scandlines und das SEK M-V dabei in derart engem Kontakt, dass der Kapitän die Passagiere an Bord vorab über ein solches Ereignis in Kenntnis setzt und die Besatzungen stets informiert sind.

…eine nicht alltägliche, dennoch zugleich verlässliche und vertrauensvolle Partnerschaft…

Quelle: LKA M-V

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1 thought on “Eine besondere Partnerschaft | Reederei Scandlines und das Spezialeinsatzkommando des LKA M-V”

  1. Sehr schön, dass die Profis in Schwarz so offen an den Booten trainieren dürfen.

    Mal eine Frage: Ist für maritime Bedrohungslagen nicht die GSG9 der Bundespolizei zuständig? Also insbesondere für Fährbetrieb und Grenzübergreifende Maßnahmen?

    Und mal eine allgemeine Frage, die mir dabei aufkam, wie bekommt die GSG eigentlich ihre Speedboote schnell genug zu den Zugriffsorten. Ich meine angenommen es wird eine Fähre entführt und man hat lediglich eine Zeitspanne von 1-2 Stunden für den Zugriff, wie will man diese Boote so schnell aus St.Augustin oder Potsdam an die deutsche Küste bringen? An Hubschrauber hängen wäre doch bestimmt schon mal irgendwem aufgefallen?!
    Und wenn die Speedboote sind die schon im Hafen liegen, sind das ja andere als mit denen sie trainieren.

    Hoffe hab meine eigentliche Frage nicht zu chaotisch formuliert.

    MFG Jannes;)

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