Festnahme Symbolfoto

Ratzeburg – Am Donnerstagabend (13.10.2011), gegen 18.30 Uhr, wurde ein Streifenwagen der Polizei Ratzeburg in die Seedorfer Straße entsandt. Über den Notruf der Polizei war gemeldet worden, dass dort randaliert werden würde.
Vor Ort wurden die eingesetzten Beamten von der Ex-Frau des Wohnungsinhabers und dessen 39 und 42 jährigen Nachbarn erwartet. Die Personen teilten mit, dass der 47-jährige Ratzeburger in seiner Wohnung randalieren würde, aus diesem Grund war seine 42-jährige Ex-Frau mit ihrem Kind aus der Wohnung geflüchtet. Sie teilte den Beamten mit, dass ihr Ex-Mann zurzeit psychisch angeschlagen sei und er Alkohol und Tabletten zu sich genommen hat. Der 42-jährige Nachbar machte die Polizisten noch darauf aufmerksam, dass der randalierende Mann im Besitz einer Schusswaffe sei.

Da zu diesem Zeitpunkt kein Lärm aus der Wohnung drang, entschlossen sich die Beamten in die Wohnung zu gehen. Sie zogen sich allerdings sofort zurück, als sie sahen, dass der 47-Jährige eine Schusswaffe in seiner Hand hielt. Sofort wurde Verstärkung und ein Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert und der Nahbereich um das Wohnhaus abgesperrt. Es waren drei Streifenwagen eingesetzt.

Kurze Zeit später kam der 47-Jährige aus dem Haus. Er hielt die Waffe nach wie vor in seiner Hand. Trotz Aufforderung legte es die Pistole nicht ab. Er ging wieder ins Haus zurück, kam aber nach kurzer Zeit wieder vor die Tür. Nun hielt er sogar zwei Pistolen in seinen Händen. Wieder wurde er laut aufgefordert, die Waffen abzulegen, was er dann auch tat. Im Anschluss wurde der Ratzeburger überwältigt und später in eine Klinik gefahren. Das bereits angeforderte SEK wurde abbestellt.

Es ist noch zu erwähnen, dass der 47-Jährige zu keinem Zeitpunkt mit den Waffen auf jemanden gezielt oder gar geschossen hat. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Schreckschusspistole und eine Luftpistole gehandelt hat.