HessenSEK - Einsätze

Rauschgiftfahnder und MEK Kassel verhaften Drogendealer

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Nach langwierigen und sehr umfangreichen Ermittlungen erließ jetzt der Haftrichter beim Amtsgericht in Kassel auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft Untersuchungshaftbefehle gegen die drei dringend tatverdächtige Männer im Alter von 37, 38 und 56 Jahren. Die jüngeren Männer stammen aus Kassel, der 56-Jährige aus Bielefeld. Staatsanwaltschaft und Polizei werfen den beiden älteren Tatverdächtigen bandenmäßigen Einfuhrschmuggel von Kokain in nicht geringen Mengen in die Bundesrepublik Deutschland vor. Gegen den 37-Jährigen wird wegen Handeltreiben mit Marihuana in nicht geringen Mengen ermittelt. Die Ermittler stellten in dem Verfahren etwa 1,3 Kilogramm Kokain, rund eineinhalb Kilogramm Marihuana und 15.000,- Euro Bargeld sicher.

Bandenmäßiger Einfuhrschmuggel

Intensive Ermittlungen im Laufe des letzten halben Jahres führten die Drogenfahnder zunächst auf die Spur des 38-Jährigen aus Kassel. Verdichtet mit weiteren Erkenntnissen bekamen die Ermittler erste Hinweise auf einen möglichen Einfuhrschmuggel von Drogen im größeren Stil von den Niederlanden nach Deutschland. Weitere Ermittlungen und operative Maßnahmen führten schließlich zu einem 56-jährigen Mann aus Bielefeld. Gegen ihn verdichtete sich der Verdacht, dass er möglicherweise der Drogenkurier ist, der Kokain, in kleinen Beuteln verpackt, im Körper transportiert. Am Sonntag vor einer Woche (17.06.2012) war es in den frühen Morgenstunden um 0:30 Uhr soweit. Beamte des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) Kassel nahmen den 56-Jährigen in Kassel fest.

102 Kokainplomben im Magen

Wie die richterlich angeordnete und im Krankenhaus durchgeführte CT-Aufnahme ergab, befanden sich 102 kleine Kokainplomben in seinem Körper, die im Laufe des Sonntags unter Polizeibewachung nach und nach zum Vorschein kamen. Der Mann hatte mit dieser hochgefährlichen Methode insgesamt rund ein Kilogramm Kokain im Körper von Holland nach Deutschland transportiert. Im Zuge anschließender Wohnungsdurchsuchungen fanden die Drogenfahnder des Rauschgiftkommissariats mit Unterstützung der Operativen Einheit (OPE) Kassel weitere 250 Gramm Koks und 1,5 Kilo Marihuana bei einer 37 Jahre alten Kontaktperson. Weitere Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft ergaben, dass der Personenkreis bereits zuvor ähnlich Rauschgifttransporte nach Deutschland durchgeführt hat. Dazu schweigen sich die Verdächtigen bislang aber aus. Die Ermittlungen dauern an.

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