Schwalmtal – Bei einem Blutbad in Schwalmtal (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) sind am Abend drei Menschen getötet worden, mehrere Personen wurden verletzt. Ein schlimmes Familiendrama!

Offenbar sollte die Wohnung des Mannes geräumt werden. Möglicherweise ging der Wahnsinns-Tat auch ein Streit unter Eheleuten voraus.
Nach Informationen der „Rheinischen Post“ hat sich das Paar im Eigentumshaus getroffen, um gemeinsam mit je zwei Immobilienmaklern und Anwälten den Wert des Gebäudes zu ermitteln.
Bei diesem Treffen eskalierte die Situation. Offenbar verlor der Familienvater die Nerven, er zog die Waffe. Nach Angaben der Polizei verschanzte sich der Mann im Haus, nachdem er auf der Straße um sich geschossen hatte. Er hielt dort aber entgegen ersten Befürchtungen keine Geiseln fest.Augenzeugen berichteten, Polizisten hätten gegen 19:30 Uhr das Haus gestürmt. Der Mann wurde mit erhobenen Händen abgeführt, er hatte aufgegeben.

Der Amokläufer wirkte nach Angaben eines Augenzeugen betrunken. „Ich habe den Mann aus etwa 50 Meter Entfernung aus meinem Dachfenster gesehen“, sagte der Augenzeuge. „Er wirkte alkoholisiert und brüllte bei seiner Festnahme immer „Hilfe“.“

Am Tatort bot sich den Ermittlern ein Bild des Schreckens. Wie ein Sprecher der Polizei in Viersen sagte, lag ein Toter vor dem Wohnhaus. Im Gebäude fanden die Polizisten dann beim Durchsuchen der Räume die weiteren Leichen.

Notärzte, Sanitäter und ein Notfallseelsorger kümmern sich um die Verletzten und Zeugen. Schwalmtal ist eine Gemeinde mit 19 000 Einwohnern im Kreis Viersen am Niederrhein.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) zeigte sich tief betroffen über die schrecklichen Ereignisse in Schwalmtal. Er betonte seine Anteilnahme mit den Opfern. Sein Dank gelte der Polizei und den Rettungskräften, hieß es am Abend in Düsseldorf.