SEK - Einsätze

Nach Doppelmord | 3 Festnahmen durch SEK in Hessen

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Düsseldorf/Lkr.Fulda – In Zusammenhang mit dem brutalen Doppelmord in Düsseldorf-Hassels wurden am gestrigen Donnerstag (10.02.2011) drei Tatverdächtige im Alter von 21, 22 und 56 Jahren im Landkreis Fulda durch Spezialeinsatzkräfte festgenommen. In der großangelegten Aktion waren ca. 100 Polizeibeamte der Spezialeinsatzkommandos NRW und Osthessen im Einsatz um die Haftbefehle und Durchsuchungsbeschlüße wegen gemeinschaftlichen Mordes zu vollstrecken.

Wie Polizeisprecher Andreas Szogalle erklärte: „Die Zusammenarbeit hat super geklappt. Insgesamt wurden gestern Morgen gegen sechs Uhr sieben Wohnungen durchsucht“.

Fast acht Monate intensive Ermittlungen führten die Beamten der „Mordkommission Altenbrück“ nach den tödlichen Schüssen auf einen 82-jährigen Rentner und seine 39-jährige Tochter in ihrer Wohnung in Düsseldorf-Hassels jetzt zur Vollstreckung von Haftbefehlen gegen die drei Beschuldigten.

Am Donnerstag, 17. Juni 2010, wurden in einer Wohnung des Hauses Altenbrückstraße 43 im Düsseldorfer Stadtteil Hassels ein 82-jähriger Mann und seine 39-jährige Tochter mit Kopfschüssen getötet. Die ebenfalls in der Wohnung anwesende 81-jährige Ehefrau und Mutter der Ermordeten überlebte das Tatgeschehen unverletzt. Ihren Angaben zufolge soll es sich bei den unmaskierten Tätern um zwei männliche Personen gehandelt haben, wobei mindestens einer eine Schusswaffe mit einem Schalldämpfer mitgeführt und bei Tatbegehung auch verwendet haben dürfte. Die Täter verließen den Tatort, ohne etwas entwendet zu haben, obwohl in der Wohnung Wertpapiere, Sparbücher und Bargeld im Wert von 50.000 Euro sowie Gold-, Platin und Silberbarren im Wert von über 100.000 Euro aufbewahrt wurden.

Wie die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf nun mitteilte, soll es sich um einen Erbstreit mit einer Erbschaftssumme von ca. einer Million Euro gehandelt haben.
Der 56-jährige Stiefsohn und Stiefbruder der Opfer habe mit der Tat seine unmittelbar bevorstehende Enterbung verhindern wollen, sagte Staatsanwalt Matthias Ridder. Zwei 21 und 22 Jahre alte drogensüchtige aus dem Raum Osthessen sollen die Morde vor acht Monaten mit Schalldämpferpistolen im Auftrag des 56-jährigen ausgeführt haben.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen die drei dringend Tatverdächtigen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes mit den Mordmerkmalen Habgier und Heimtücke erlassen.

Quelle: Polizei & Staatsanwaltschaft Düsseldorf

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