Polizeibeamte eines Spezialeinsatzkommandos | SymbolFoto: © Tim Schaarschmidt
Polizeibeamte eines Spezialeinsatzkommandos | SymbolFoto: © Tim Schaarschmidt

Um 06:17 Uhr ging bei der Einsatzleitstelle der Hildesheimer Polizei ein Notruf ein. Der Anrufer, ein 26-Jähriger russischer Staatsangehöriger, hatte an einer Tankstelle um Hilfe und um die Verständigung der Polizei gebeten. Sein Schwager, ein 40-Jähriger russischer Staatsangehöriger, würde mit einer Schußverletzung am Bein in der Wohnung des Anrufers in Hildesheim liegen. Der Schütze, ein 43-Jähriger und zwei weitere Männer würden sich noch in der Wohnung aufhalten. Vor der Schußabgabe sei es zwischen den Männern, die sich untereinander allesamt kennen, zu einem Streit gekommen.

Sofort wurden mehrere Polizeikräfte zu der Wohnanschrift geschickt und das SEK angefordert. Die Polizeibeamten konnten zwei Verdächtige beim Verlassen des Hauses festnehmen, darunter auch der Schütze.
Zwei weitere Männer, der Verletzte und ein weitere Tatverdächtiger, wurden durch die inzwischen eingetroffenen SEK-Kräfte schlafend in der Wohnung angetroffen.

Das Opfer, ein 40-Jähriger russischer Staatsangehöriger, wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort am Bein operiert. Lebensgefahr bestand nicht. Über den Grund des Streites schweigen die Betroffenen bislang.
Alle Personen, die der Polizei bekannt und hinlänglich in Erscheinung getreten sind, standen unter Alkoholeinwirkung. Gegen den Schützen und eine weitere Person beantragte die Staatsanwaltschaft Hildesheim heute Haftbefehle wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz und weiterer Delikte.