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SEK Einsatz | Geiselnahme in Kölner Kita beendet

Verhandlungsgruppe | Symbolfoto: Polizei NRW
Verhandlungsgruppe | Symbolfoto: Polizei NRW

Um kurz vor 19:00 Uhr drangen Polizeibeamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in die Kindertagesstätte ein und konnten das Opfer nach rund zehn Stunden befreien. Auch der mit einem Messer bewaffnete Täter konnte festgenommen werden. Beide Personen seien leicht verletzt und werden ärtzlich versorgt, sagte Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker. Der Täter wurde durch einen Schuß an der Schulter verletzt. Nach derzeitigen Ermittlungen handelt es sich bei dem Täter um einen 47 Jahre alten, in Köln lebenden Türken.

Polizeipräsident Wolfgang Albers zeigte sich erleichtert über den Ausgang der Geiselnahme und äußerte: “Mein Dank gilt dem Einsatzleiter Michael Temme und allen eingesetzten Polizeibeamtinnen und – beamten für ihr professionelles und überlegtes Vorgehen und ihren couragierten Zugriff”.

Gegen 08:50 Uhr wurde die Polizei über Streitigkeiten in einer Kindertagesstätte im Stadtteil Köln-Chorweiler informiert. Wie sich schnell herausstellte bedrohte der bis dahin unbekannte Mann den Leiter der Kita mit einem Messer in seinem Dienstzimmer neben dem Eingangsbereich.  Zu Beginn der Geiselnahme befanden sich durch die Osterferien bedingt “nur” etwa 17 Kinder in der Tagesstätte. Beim Eintreffen der Polizei befanden sich nur noch drei Kinder mit drei Erzieherinnen in der ersten Etage des Gebäudes. Sie konnten das Gelände über eine äußere Sicherheitstreppe selbständig und zügig verlassen.

Etwa 40 SEK-Beamte und eine Verhandlungsgruppe (VG) waren vor Ort um die Geiselnahme unblutig zu beenden.

Der Bereich um die Kita wurde weiträumig abgesperrt um eine sogenannte “beweglichen Geiselnahme” auszuschließen, so Polizeisprecher Flaßnöcker. Der Täter forderte Bargeld und ein Fluchtauto.

Die Ermittlungen zu dem Tatmotiv dauern an.

Die Kita Osloer Straße hat eine Größe von vier Gruppen mit 85 Plätzen.
Das Jugendamt der Stadt Köln war mit Betreuern und Fachberatern vor Ort. Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Köln standen ebenfalls in Bereitschaft. Aktiviert wurde auch das Team für psychosoziale Unterstützung der städtischen Feuerwehr.

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