NRWSaarlandSEK - Einsätze

Kleinkind nach Entführung durch SEK in NRW befreit

SEK Einsatz erfolgreich | Foto: © Matthias-Zepper.de
SEK Einsatz erfolgreich | SymbolFoto: © Matthias-Zepper.de

Saarbrücken – Eine eigens eingerichtete Sonderkommission der saarländischen Polizei konnte am heutigen Nachmittag (16.12.2011) mit Unterstützung nordrhein-westfälischer Spezialeinsatzkräfte ein 18 Monate altes Mädchen aus der Hand seines leiblichen Vaters und Entführers befreien.
Bereits am Samstag (03.12.2011) wurde das Kleinkind von seinem 30-jährigen Vater aus Saarbrücken entführt und seither versteckt gehalten. Der Saarbrücker, der seit einiger Zeit von der gleichaltrigen Mutter des Kindes getrennt lebt und dem ein gerichtliches Umgangsrecht eingeräumt wurde, hatte das Kind entgegen den Absprachen nicht zur Mutter zurückgebracht.
Seither war der Tatverdächtige mit dem Kind untergetaucht und drohte gar mit der Tötung seines eigenen Kindes, sollte die Mutter nicht das Sorgerecht auf ihn übertragen.

Zum Auffinden und Befreien des Kindes wurde bei der saarländischen Polizei eine Sonderkommission eingerichtet. Teilweise waren bis zu 50 saarländische Polizistinnen und Polizisten rund um die Uhr im Einsatz. Darüber hinaus waren in die umfangreichen, verdeckt geführten Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen auch Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eingebunden.
Infolge dieser engen und guten Zusammenarbeit gelang es am heutigen Nachmittag den Aufenthaltsort der beiden Gesuchten in Erkrath (Kreis Mettmann) zu lokalisieren. Dort konnte das Kind unverletzt durch nordrhein-westfälische Spezialeinsatzkräfte befreit und der Vater, gegen den bereits ein europäischer Haftbefehl vorlag, festgenommen werden.

Der Tatverdächtige wird vermutlich noch heute durch saarländische Polizeibeamte ins Saarland gebracht und dem Haftrichter vorgeführt.

Noch am heutigen Abend wird die Mutter in Begleitung saarländischer Ermittler ihre Tochter wieder glücklich in die Arme nehmen können.

Der saarländische Gesamteinsatzleiter, Leitender Polizeidirektor Peter Becker, fasste den Erfolg der Polizei zusammen: „Für uns alle ein tolles Gefühl, der Mutter ihr Kind kurz vor Weihnachten wohlbehalten in die Arme legen zu können.“

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