Sachsen

Gefahrenabwehr: SEK-Einsatz in Asylbewerberheim bei Leipzig

Leipzig | Mit einem Großaufgebot ist die Polizei Sachsen in den frühen Morgenstunden zu Samstag nach Borsdorf bei Leipzig ausgerückt. Einsatzziel war ein Asylbewerberheim in der Gemeinde. Nachdem am Freitagabend Hinweise zu einer möglichen geplanten Straftat und deren Ausführenden beim Landeskriminalamt Sachsen eingingen, wurde noch in der Nacht eine entsprechende BAO – Besondere Aufbauorganisation – bei der Polizeidirektion in Leipzig zusammengestellt.  Dabei wurde nach Angaben des LKA an der Bewältigung der Lage, dem Auffinden des Tatverdächtigen und der Verhinderung der potentiellen Straftat intensiv gearbeitet.

Gegen 3 Uhr durchsuchten schließlich Polizeibeamte mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Gemeinde. Wie das LKA Sachsen am Samstag mitteilte, konnte der Tatverdächtige durch die Spezialeinsatzkräfte festgenommen werden und befindet sich seitdem im Polizeigewahrsam. Während der Einsatzdurchführung gab es keine Zwischenfälle.

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Zu den genauen Hintergründen des Einsatzes wollte die Polizei keine weiteren Angaben aufgrund der andauernden Ermittlungen machen. Einzelheiten würden von der verfahrensführenden Staatsanwaltschaft in der nächsten Woche bekanntgegeben.

Während des Einsatzes habe aber keine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden, hieß es weiter.

Bei dem Festgenommen soll es sich um einen etwa 25 Jahre alten Mann aus Marokko handeln, der einen Anschlag in Berlin geplant habe. Der Nordafrikaner stehe unter dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdete Straftat vorbereitet zu haben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag – ohne Details zu bestätigen. Bereits Anfang Februar soll derselbe junge Mann mit einer Bombendrohung einen Großeinsatz am Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ausgelöst haben.

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