Spezialeinheiten suchen Täter | Foto Archiv © Ess | fiB

Regensburg – Am Montagabend teilten gegen 20.00 Uhr der Einsatzzentrale Oberpfalz mehrere Anrufer mit, dass im Stadtteil Irlmauth auf dem Gelände das seit geraumer Zeit von einer Zirkusfamilie als Winterquartier benutzt wird Schüsse gefallen seien.
Die eintreffenden Streifenfahrzeuge stellten schließlich drei mittelschwer und drei leicht verletzte Personen, im Alter von 17-55 Jahren  fest. Sie alle wurden von Rettungsdiensten in Regensburger Krankenhäuser verbracht.

Ein großes Polizeiaufgebot, darunter auch Spezialkräfte und Diensthunde wurden vorsichtshalber zusammengezogen.
Wie bisher bekannt ist waren gegen 20.00 Uhr Angehörige einer ebenfalls dem Zirkusmilieu zuzuordnenden Familie, die auch im östlichen Stadtgebiet von Regensburg campiert, in Irlmauth aufgetaucht und es war dort zu den Gewalttaten gekommen.

Bei den anschließenden Durchsuchungen stellten die Polizeikräfte drei Schusswaffen, mehrere Messer und Hiebwaffen sowie verbotene Gegenstände wie Schlagringe sicher.
Aus einer der sichergestellten Schusswaffen dürfte ein Schuss auf einen 48-Jährigen abgeben worden sein der dadurch eine Verletzung am linken Bein erlitt.  In jeder der beteiligten Gruppierung gab es drei Verletzte, wobei es sich nicht nur um Schussverletzungen handelt.

Die Beweggründe und die Tatmotive zu dem Geschehen liegen noch im dunkeln. Zum Tatgeschehen machten die Beteiligten widersprüchliche Angaben.
Die Ermittlungen die derzeit noch andauern, hat die Kripo und Staatsanwaltschaft Regensburg übernommen.


+ + + UPDATE 20.04.2011 + + + Erste Erkenntnisse + + +

In den folgenden Nachtstunden erfolgten in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg die Ermittlungsmaßnahmen der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. So wurde mit der Spurensicherungsarbeit auf dem Areal des in Irlmauth ansässigen Zirkus begonnen, aber auch Durchsuchungen auf dem Gelände des neu angereisten Zirkus im Stadtteil Burgweinting liefen in den Nachtstunden.

Zwei Fahrzeuge der Marke Mercedes aus dem Fundus dieses Zirkus, der für die kommenden Tage im Stadtteil Burgweinting Veranstaltungen anberaumt hat, wurden sichergestellt um notwendige Spurensicherungsmaßnahmen vorzunehmen. Auch während des heutigen Tages wurde die Tatortsicherungsarbeit fortgesetzt, ebenso erfolgten Nachvernehmungen von neutralen Zeugen des abendlichen Geschehens bzw. der eigentlichen Kontrahenten.

Aus deren Kreis wurde als mögliches Motiv angeführt, dass man seitens des neu angereisten Zirkusunternehmens auf ein klärendes Gespräch bezüglich der anstehenden Vorstellungen aus war. Dieses Zusammentreffen auf dem Gelände des Zirkus in Irlmauth soll dann eskaliert sein.

Von den ursprünglich sechs verletzten Personen befinden sich noch ein 48-Jähriger mit einer Schussverletzung (Durchschuss im linken Unterschenkel) und ein 17-Jähriger, der eine nicht näher verifizierbare Verletzung am rechten Fuß hat, in stationärer Behandlung.

Drei Schusswaffen fanden sich auf dem Gelände in Irlmauth, darunter eine Kleinkaliberpistole aus der höchstwahrscheinlich der Schuss in das Bein abgegeben wurde, eine Perkussionswaffe sowie ein Gasrevolver.

Die noch andauernden Ermittlungen der Kripo konzentrieren sich aus strafrechtlicher Sicht auf schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Verstöße nach dem Waffengesetz.