SEK - Einsätze

SEK durchsucht Wohnungen in Hannover

Hannover – Die Polizei hat gestern Abend mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) insgesamt drei Wohnungen im Stadtgebiet Hannover durchsucht.

Vorausgegangen waren zwei von einander unabhängige Anzeigeerstattungen – die Geschädigten waren durch die jeweils Beschuldigten (60 und 45 Jahre alt) bedroht worden.
Es lagen Hinweise vor, dass die Männer im Besitz von Waffen sein sollten.

Ein 49-Jähriger hatte sich am Abend bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass er am Morgen in der Wohnung eines 60 Jahre alten Bekannten im Stadtteil Vahrenwald mit einer Schusswaffe bedroht worden sei. Bei der Sachverhaltsaufnahme erfuhren die Beamten von einem weiteren Mann (59 Jahre alt), dass dieser offenbar bereits vor einigen Monaten auf gleiche Weise von dem 60-Jährigen eingeschüchtert worden war. Beide Anzeigeerstatter gaben an, dass der Mann neben einer scharfen Schusswaffe des Weiteren mehrere Handgranaten in seiner Wohnung aufbewahren sollte. Gegen 22:00 Uhr durchsuchte die Polizei mit dem SEK und einem Sprengstoffspürhund die Wohnung. Dabei beschlagnahmten die Ermittler eine Gaswaffe und 49 Knallpatronen.
Weitere Waffen fanden sie nicht. Gegen den 60-Jährigen, der bereits mehrfach – unter anderem im Zusammenhang mit Gewaltdelikten – polizeilich in Erscheinung getreten ist, wird nun wegen Bedrohung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Er wurde im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Ebenfalls gestern Abend, gegen 18:25 Uhr, erstattete eine 34 Jahre alte Frau Anzeige gegen ihren Ex-Ehemann. Der 45-Jährige sollte sowohl sie als auch ihren 23-jährigen neuen Ehemann mit dem Tode bedroht haben. Da glaubhafte Hinweise vorlagen, dass der Mann über eine Schusswaffe verfügen sollte, durchsuchte die Polizei zwischen 23:00 Uhr und 00:00 Uhr unter Hinzuziehung des SEK zwei Wohnungen in Hainholz und Herrenhausen. Die Beamten beschlagnahmten ein Einhandmesser, weitere Waffen fanden sie nicht. Den 45-Jährigen nahmen die Ermittler vorläufig fest, der Mann wird heute einem Haftrichter vorgeführt. Er ist polizeilich bereits einschlägig im Zusammenhang mit Rohheitsdelikten aufgefallen. Gegen ihn wird nun
wegen Bedrohung, Verstoßes gegen das Waffengesetz und Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz ermittelt.

Originaltext: Polizeidirektion Hannover

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