NRWSEK - Einsätze

SEK-Einsatz wegen einer Bedrohungslage in Menden

Beamte der Verhandlungsgruppe | Symbolfoto: © Tomas Moll - fjmoll.de
Beamte der Verhandlungsgruppe | Symbolfoto: © Tomas Moll – fjmoll.de

Gegen 11.00 Uhr wurde die Polizei über den Notruf informiert, dass ein Bewohner in der Hertzstraße in Menden in der Wohnung randalieren würde. Im Streit mit seinen Eltern hatte er gedroht Feuer zu legen. Die Eltern des 30-Jährigen hatten darauf hin das Reihenhaus verlassen und waren von ihrem Sohn ausgesperrt worden.

Da die Polizei von einer ernst zunehmenden Bedrohungslage ausgehen mußte, wurden in einem einem Sicherheitsradius von 100 Metern sämtliche Häuser geräumt. In Teilen des Wohngebietes wurde die Gas- und Stromzufuhr unterbrochen und im nahe gelegenen Feuerwehrhaus für die rund 50 Anwohner eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Zeitgleich sperrten die Einsatzkräfte das Wohngebiet ab und forderten eine Verhandlungsgruppe (VG) sowie ein Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Dortmund an.
Sämtliche Versuche einer Kontaktaufnahme durch die Verhandlungsexperten mit dem 30-Jährigen, der nach Angaben seiner Eltern erheblich unter Drogeneinwirkung stand, scheiterten. Um die denkbare Möglichkeit einer Brandlegung durch Gas oder gar einer Gasexplosion zu minimieren, zerstörte das SEK einige Fensterscheiben an dem Haus, um für eine Zwangslüftung zu sorgen. Gegen 15.30 Uhr entschied sich die Einsatzleitung für einen Zugriff in der Wohnung durch das SEK.

Die Spezialkräfte drangen in das Haus ein und überwältigten den Verdächtigen trotz seines massiven Widerstandes.
Noch vor Ort wurde er ärztlich untersucht.

„Bei dem Einsatz wurden keine Personen verletzt und zu keinem Zeitpunkt bestand Gefahr für die Bevölkerung“, so eine Polizeisprecherin. Das zuständige Ordnungsamt der Stadt Sankt Augustin verfügte die zwangsweise Einweisung des Verdächtigen in eine psychiatrische Klinik.

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