Beamte des SEK Hannover | Foto: Archiv HannoverReporter.de

Landkreis Gifhorn – Am heutigen frühen Freitagmorgen (20.05.2011) durchsuchten Gifhorner Polizeibeamte mit Unterstützung des Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Hannover insgesamt vier Wohnungen im Bereich des Landkreises Gifhorn und stellten dabei illegale Schusswaffen sicher. Ein 54-Jähriger aus der Samtgemeinde Brome, ein 21- und ein 20-jähriger Gifhorner wurden vorläufig festgenommen, berichtet Polizeisprecher Thomas Reuter der Polizeiinspektion Gifhorn.

Der Polizei Gifhorn lagen Hinweise vor, wonach der 21-Jährige im Besitz mehrerer Schusswaffen sein sollte, die er von dem 54-Jährigen aus der Samtgemeinde Brome bezogen haben soll. Der 20-Jährige soll dabei eng mit dem 21-Jährigen zusammen gearbeitet haben.


Der 21-Jährige war der Polizei bereits wegen Eigentums- und Körperverletzungsdelikten bekannt, so dass von einer hohen Gewaltbereitschaft ausgegangen werden musste.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim wurden Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Tatverdächtigen erlassen. Beamte der Polizeiinspektion Gifhorn zogen für das Eindringen in die Wohnungen das SEK Hannover vom Landeskriminalamt hinzu.

Gegen 05.30 Uhr heute früh, drangen die SEK-Beamten dann schlagartig in die Wohnungen ein und nahmen dort die drei Verdächtigen fest.
Bei den folgenden Durchsuchungen wurden bei dem 21-Jährigen eine abgesägte Schrotflinte und ein Gewehr aufgefunden, die er seinen Angaben zufolge illegal von dem 54-Jährigen erworben haben will. Bei der polizeilichen Vernehmung räumten beide den Verkauf bzw. Kauf dieser illegalen Waffen ein.

Außerdem stellten die Beamten diverse Munition, Schieß- und Schwarzpulver sowie weitere Beweismittel im Zusammenhang mit dem Waffenhandel sicher.

Der 54-Jährige und der 20-Jährige wurden nach ihrer polizeilichen Vernehmung wegen nicht ausreichender Haftgründe entlassen. Gegen den 21-jährigen Gifhorner erließ das Amtsgericht Gifhorn auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim Haftbefehl, so Thomas Reuter weiter.