Beamter einer Verhandlungsgruppe | Foto Archiv: Ralf Röger | dmp

Wolfsburg – Eine Bedrohungslage endete in der Nacht zum heutigen Samstag (25.04.2011) im Wolfsburger Ortsteil Vorsfelde glimpflich.
Gegen 01.00 Uhr wurde ein 36 Jahre alter als gewalttätig bekannter Vorsfelder in seiner Wohnung durch eine Gruppe des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Niedersachsen überwältig und fixiert, wie Polizeisprecher Sven-Marco Claus der Polizei Wolfsburg mitteilt.

Zuvor hatte der 36-Jährige Rettungssanitäter und Polizeibeamte mit einem Messer bedroht und sich danach in einem Zimmer eingeschlossen. Dort verbarrikadiert drohte der Vorsfelder damit, jeden der hereinkommt oder sich selbst zu töten.

Begonnen hatte der Einsatz damit, als Rettungssanitäter zu dem renitenten 36-Jährigen gerufen, der sich von einem Allgemeinmediziner nicht behandeln lassen wollte. Als der Vorsfelder Notarzt und Sanitäter bedrohte und die Situation eskalierte, wurden Polizeibeamte hinzugezogen. Hierbei gelang es den Einsatzkräften gemeinsam zwei Messer des 36-Jährigen, die er unter seiner Bettmatratze versteckt hatte, sicherzustellen. Danach schnappte sich der 36-Jährige jedoch ein weiteres Messer und verbarrikadierte sich in einem Zimmer.

Neben dem verständigten SEK wurde auch die so genannte Verhandlungsgruppe (VG) der Polizei im Bezirk Braunschweig hinzugezogen, die versuchten, mit dem Betroffenen ins Gespräch zu kommen.
Als dies erfolglos war, öffneten die Einsatzkräfte des SEK die Zimmertür und überwältigten den 36-Jährigen, so Claus weiter.

Der Vorsfelder war bereits mehrfach wegen Eigentumsdelikten und wegen Körperverletzungen polizeilich in Erscheinung getreten. Bei dieser polizeilichen Aktion wurde keiner der Beteiligten verletzt.
Zum Abschluss wurde dem 36-Jährigen im Wolfsburger Klinikum eine Blutprobe entnommen, bevor er in ein Psychiatriezentrum eingewiesen wurde.