Polizeibeamte einer Verhandlungsgruppe | Foto: Archiv

Helmbrechts/Landkreis Hof – Am späten Dienstagnachmittag (17.05.2011) kam es zu einem SEK Einsatz in Bärenbrunn. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei nahm einen 25-jährigen Messerstecher fest, nachdem dieser seine 24-jährige Lebensgefährtin am Vortag mit einem Messer verletzt hatte.

Das junge Paar geriet am Montagnachmittag in Streit, in dessen Verlauf der Auseinandersetzung verletzte der 25-Jährige seine Freundin mit einem Messer an Armen und Beinen und hielt sie in der gemeinsamen Wohnung fest. Erst in den Abendstunden gelang der Frau die Flucht aus dem Haus und sie rief die Polizei.
Durch die Messerattacke hatte sie tiefe, aber nicht lebensbedrohliche Schnittverletzungen abbekommen, die stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten.

Der Tatverdächtige befand sich mittlerweile auf der Flucht. Polizisten entdeckten den 25-Jährigen am Dienstagnachmittag in einem Nachbaranwesen, wo er sich versteckt hatte.
Nach Hinzuziehung weiterer Unterstützungskräfte gelang es Beamten der Verhandlungsgruppe (VG) nach rund zweistündigen Gesprächen, den Mann zum Aufgeben zu bewegen. Beamte eines SEK der Polizei Bayern nahmen ihn fest.

Der 25-Jährige zeigte sich bei seiner Vernehmung geständig und führte Kriminalbeamte schließlich auch bereitwillig zu Stellen im Wald, wo er sowohl Kleidungsstücke des Opfers seiner Messerattacke, als auch das Tatwerkzeug selbst entsorgt hatte.
„Mit diesen Aktionen hatte er Spuren der Tat verschwinden lassen wollen“,so die Staatsanwaltschaft in Hof.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof erließ der Ermittlungsrichter am späten Mittwochnachmittag Haftbefehl gegen den 25-Jährigen wegen Freiheitsberaubung und gefährlicher Körperverletzung.