Beamter einer Verhandlungsgruppe | Foto Archiv: Ralf Röger | dmp

Bamberg – Ein 40-jähriger Bamberger löste am heutigen Montagmorgen (18.07.2011) einen Großeinsatz in der Schellenberger Straße aus, nachdem er mit einer Armbrust bewaffnet jegliche ärztliche Behandlung verweigert hatte. Er musste schließlich von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei Bayern überwältigt werden.

Angehörige wollten den Mann am heutigen Morgen, gegen 07:15 Uhr, zum Arzt bringen. Damit war der Mann ganz und gar nicht einverstanden und kündigte an, sich notfalls mit einer Sportarmbrust zur Wehr zu setzen. Der Betroffene verschanzte sich in seiner Dachgeschosswohnung und verweigerte zunächst jeden weiteren Kontakt. Auch hinzugezogenen

Streifenbeamten drohte er, die gefährliche Waffe gegen sie einzusetzen.

Nachdem alle unbeteiligen Personen aus dem Anwesen in Sicherheit gebracht waren, versuchte die Polizei zunächst mit Hilfe einer Verhandlungsgruppe(VG), den Mann durch Gespräche zur Aufgabe zu bewegen. Diese Methode fruchtete trotz aller Bemühungen durch die speziell geschulte Beamten nicht. Es kamen schließlich Spezialkräfte des SEK zum Einsatz, die den 40-Jährigen überwältigten. Dabei blieben alle Beteiligten unverletzt.
Der Rettungsdienst brachte den psychisch labilen Bamberger in ein Krankenhaus. Bei der anschließenden Durchsuchung konnten zwei Armbrüste mit Pfeilen sichergestellt werden.

Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren am Einsatzort, der aus Sicherheitsgründen bis etwa 11.30 Uhr großräumig abgesperrt worden war. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls am Einsatz beteiligt.

Die Kriminalpolizei Bamberg hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.