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Dealer verletzt zwei Polizisten: Personengruppe solidarisiert sich mit Dealer

Hamburg | Als am späten Montagabend zwei Polizisten in Hamburg einen mutmaßlichen Dealer festnehmen wollen, leistete dieser massiven Widerstand und verletzte die beiden Beamten. Während der Festnahme sammelten sich 25-30 Personen, teils Anwohner, auf der Straße, die lautstark ihren Unmut über die Festnahme kundtaten und randalierten.

Nach derzeitigen Ermittlungen der Polizei steht ein 22-Jähriger aus Guinea-Bissau im Verdacht mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben. Als der Mann einem Polizeibeamten Kokain zum Kauf anbot, wollten ihn die Beamten vorläufig festnehmen, wogegen sich der 22-Jährige heftig wehrte. Der mutmaßliche Dealer versuchte sich unter erheblichen Kraftanstrengungen aus den Griffen des 40-jährigen Polizeibeamten und seines 26-jährigen Kollegen zu befreien. Als er kurzfristig einen Arm aus dem Griff der Beamten lösen konnte, soll er dem 26-jährigen Polizeibeamten mehrfach den Ellenbogen ins Gesicht geschlagen und ihn im Bereich des Mundes verletzt haben. Hierdurch erlitt der Beamte eine Platzwunde an der Oberlippe und einen Riss am Schneidezahn. Die Polizisten versuchten nun, den 22-Jährigen an einer Hauswand zu fixieren, wo der Tatverdächtige seine Gegenwehr fortsetzte. Hierbei zog sich der 40-jährige Polizist eine Platz-/Schnittwunde an der Hand zu, die später genäht werden musste.

Der Tatverdächtige konnte schließlich, trotz weiter andauernder Gegenwehr, von den Beamten gefesselt und am Boden fixiert werden.

Während der Festnahme sammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 25-30 Personen, teils Anwohner, auf der Straße, die lautstark ihren Unmut über die Festnahme kundtaten. Zudem sollen einige Personen randaliert haben, indem sie mobile Verkehrszeichen umherwarfen. Diese wurden hierbei allerdings nicht beschädigt. Nach dem Abtransport des vorläufig Festgenommenen beruhigte sich die Situation.

Ermittler des Kriminaldauerdienstes (KDD) führten den mutmaßlichen Dealer anschließend einem Haftrichter zu. Die beiden Polizeibeamten wurden ambulant in Krankenhäusern behandelt. Der 26-Jährige setzte im Anschluss seinen Dienst fort, der 40-jährige Polizeibeamte ist zurzeit dienstunfähig.

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