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Getöteter LKA-Beamte: Mutmaßlicher Täter gefasst

Köln | Am späten Freitagabend ist ein junger Mann in der Kölner Innenstadt an der Haltestelle Chlodwigplatz vor eine fahrende Straßenbahn gestoßen und tödlich verletzt worden. Bei dem Getöteten handelt es sich um einen 32-jährigen Polizeikommissar der im Landeskriminalamt NRW als engagierter Kriminalbeamte im Dienst den islamistischen Terrorismus bekämpfte. Laut eines Polizeisprechers soll der Polizist beim Kölner Karneval privat unterwegs gewesen sein.

Nach Auswertungen von Videoaufnahmen der Überwachungskamera an der Haltestelle Chlodwigplatz bestehe der Verdacht, dass der Polizist gegen 23.50 Uhr zwischen die Waggons der Straßenbahn gestoßen und von dem Zug überrollt wurde. Der Fahrer bemerkte den Vorfall zunächst nicht und setzte seine Fahrt fort. Rettungskräfte brachten zwei Begleiter des Getöteten zur psychologischen Betreuung in ein nahegelegenes Krankenhaus.

BDK trauert um getöteten Kollegen

Dass das Leben unseres geschätzten Kollegen auf derartige Weise ein Ende fand, ist erschütternd und tragisch. Es macht mich fassungslos und traurig.“, so der Landesvorsitzende Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).

Am Samstagabend nahmen Ermittler der Polizei Köln einen 44-jährigen deutschen Tatverdächtigen vorläufig fest. Medienberichten zufolge soll es sich um einen Rechtsanwalt handeln. Der Festgenommene habe sich zunächst am Unfallort als Zeuge gemeldet und im Rahmen der weiteren Ermittlungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen den Mann, hieß es aus dem Polizeipräsidium Köln.

Der 44-Jährige, der sich anwaltlich vertreten läßt, sollte am Sonntag wegen Verdachts des Totschlags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

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