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Polizisten mit Pyrotechnik beschossen

Berlin | Erneut wurden am Neuhjahrsabend Polizisten in Berlin aus einer Gruppe von rund 20 Jugendlichen heraus mit Pyrotechnik beschossen. Ein Einsatzwagen der Polizei befand sich gegen 19 Uhr auf dem Weg zu einem Verkehrsunfall, als an der Kreuzung Sonnenallee / Michael-Bohnen-Ring in Neukölln mehrere Jugendliche mit Schreckschusswaffen in Richtung des Polizeifahrzeugs schossen. Wie die Polizei mitteilte, sollen die drei Schießenden von der Gruppe Jugendlicher dabei angefeuert worden sein. Die Beamten haben sich zunächst zurück gezogen und Unterstützung angefordert.

Als die Polizisten zurück zu der Kreuzung fuhren, wurden beide Fahrzeuge erneut massiv beschossen. Durch den Beschuss wurde nach Angaben der Polizei ein parkendes Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Täter flüchteten, als die Polizisten mit weiteren Unterstützungskräften die Gegend absuchten. Die Polizeibeamten blieben unverletzt.

Die Polizei ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs und Brandstiftung.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es bereits am 30. Dezember in Schöneberg, als ein junger Mann Feuerwerkskörper auf Polizeikräfte warf. Beamte einer Einsatzhundertschaft stellten eine 30- bis 40-köpfige Gruppe in der Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße fest, die Pyrotechnik anzündeten. Als die Beamten versuchten, dies zu unterbinden, zündete der später festgenommene 20-Jährige eine sogenannte „Batterie“ und hielt diese in Richtung der Polizisten. Obwohl dabei ein Beamter von der Pyrotechnik getroffen wurde, blieb er glücklicherweise unverletzt.

Von der Menge angefeuert, versuchte der 20-Jährige zu flüchten, konnte jedoch festgenommen werden. Auch gegen ihn ermittelt die Polizei nun unter anderem wegen besonders schwerem Landfriedensbruch.

An selber Stelle wurden in der Silvesternacht erneut Polizeikräfte mit Pyrotechnik angegriffen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin verurteilte die Angriffe:

DPolG Landesvorsitzender Bodo Pfalzgraf: “2018 muss Jahr des Gemeinwohls werden. Polizei, Feuerwehr und Justiz müssen weiter gestärkt werden damit der Rechtsstaat funktioniert.”

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