Polizei-News

Zwei Polizisten bei Kontrolle verletzt

Berlin | Bei einem Einsatz am Dienstagabend sind in Berlin Kreuzberg zwei Polizisten des Abschnitts 53 verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wollten die beiden Zivilbeamten das Fahrzeug eines mutmaßlichen Trickbetrügers kontrollieren. Zuvor hatte gegen 19.30 Uhr eine Zeugin die Polizei alarmiert, da sie zuvor von einem Mann und dessen Begleiterin eine gefälschte Monatskarte der BVG gekauft hatte und den beiden mutmaßlichen Betrügern nun vorgab, eine weitere Karte kaufen zu wollen. In der Lübbener Straße angekommen, sahen die Polizeibeamten den Fahrer eines BMW, der offensichtlich zum verabredeten Termin erschien. Als der BMW-Fahrer die Polizisten sah, soll er zunächst mit dem Pkw auf den Einsatzwagen zugefahren und anschließend unmittelbar davor abgebremst haben.

Die Zivilpolizisten sollen an den BMW herangetreten und sich einer der Beamten dem Fahrer gegenüber als Polizist zu erkennen gegeben haben. Im weiteren Verlauf forderte ein 25-jähriger Beamte den Fahrer auf, dass Fahrzeug zu verlassen. Zur Eigensicherung hielt der Polizist dabei seine Dienstwaffe vor dem Körper. Da der Mann der Forderung des Beamten nicht nachkam, versuchte der Beamte die Fahrertür zu öffnen. Daraufhin soll der Fahrer den Gang eingelegt haben und losgefahren sein. Hierbei wurde der Beamte mitgerissen, stürzte auf die Fahrbahn und verletzte sich. Sein 24-jähriger Kollege soll sich durch einen Sprung zur Seite gerettet und hierbei ebenfalls verletzt haben.

Der mutmaßliche Betrüger raste an dem Polizeifahrzeug vorbei und flüchtete auf der Görlitzer Straße in Richtung Skalitzer Straße. Anhand des Kennzeichens des Fluchtautos konnten die Polizisten später den Halter als den mutmaßlichen Fahrer namhaft machen. Bei ihm handelt es sich um einen 30-jährigen Mann. Seine 19-jährige Begleiterin, die wegen des möglichen Verkaufs der Monatskarte bereits bei Erreichen des Treffpunkts den Wagen verlassen hatte, konnte vorübergehend festgenommen werden.

Die Beamten leiteten Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Betruges ein.

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