Die Tätigkeit eines MEK besteht in erster Linie in Observations- und Fahndungsmaßnahmen. In Fällen, bei denen durch die Mobilität der Täter der Festnahmeort vorher nicht feststeht und nicht die Schutzausstattung eines SEKs benötigt wird, führt das MEK im Anschluss an die Observation auch die Festnahme durch.

Ein MEK wird im Rahmen der Verhütung und Verfolgung von Straftaten von erheblicher Bedeutung eingesetzt, wenn speziell geschulte und ausgestattete Kräfte für die zur Observation und Fahndung notwendig sind. Dies geschieht häufig im Rahmen der Ermittlungsarbeit einer polizeilichen Fachdienststelle, wenn dort Erkenntnisse über gravierende Straftaten vorliegen.

Oftmals wird in diesen Fällen eine besondere Information benötigt, die nur durch ein verdecktes operatives Hilfsmittel, die Observation, erlangt werden können. Dann fordert die Fachdienststelle über ihre Bezirksregierung ein MEK an, das ihr über die Koordinierungsstelle Spezialeinheiten des LKA zugeteilt wird.

Beispiele:

  • Das MEK kommt bei Geiselnahmen zum Einsatz, wenn der Täter mit der Geisel den Tatort verlässt und so die Geiselnahme mobil wird.
  • Bei Entführungen und Erpressungen, wenn Tatbeteiligte ermittelt wurden, die observiert werden müssen, um einen Tatverdacht zu erhärten oder mögliche Aufenthaltsorte z.B. des Entführten ausfindig zu machen.
  • Außerdem werden durch das MEK gegebenenfalls Zugriffskräfte des SEK herangeführt.
  • Des Weiteren begleitet das MEK Scheinkäufe, gegebenenfalls auch mit anschließender Festnahme.
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Um während der Observation professionell reagieren zu können, bedienen sich die MEK-Beamten spezieller Ausrüstung wie Legendmaterial, akustischer und optischer Aufklärungshilfen, verschiedener Mittel zur Standortbestimmung und spezieller Fahrzeuge.

Das Fahren selbst ist bei Observation nur Nebensache. Um aber trotzdem in fast allen Situationen sicher reagieren zu können, werden regelmäßig ausgiebige Fahr- und Sicherheitstrainings veranstaltet.

Spezialisierungen:

Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich innerhalb des MEK zu spezialisieren: u.a. als Schießfortbilder, Fahr- und Sicherheitstrainer, Kradfahrer, Sport- und Eigensicherungs-Trainer oder im technischen Bereich.

Quelle: Innenministerium NRW

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