Aachen – Wie die Polizei Aachen heute mitteilt, kam es gestern (21.02.2011) gegen 16.00 Uhr in der Aachener Innenstadt zu einer Geiselnahme. Ein 38-jähriger Täter, betrat zu dieser Zeit eine Bank an der Ecke Peterstraße/Blondelstraße. Der Geiselnehmer, der mit einem spitzen Gegenstand bewaffnet war, nahm mehrere Angestellte und „seine“ Psychologin als Geiseln.

Demnach hatte der 38-Jährige, der in Vaals/Niederlande zuletzt wohnte, dort einen Termin. Eine Psychologin begleitete ihn dabei. Es ging um ein Vorgespräch, um einen Kredit zu bekommen. Offenbar verlief die Beratung nicht so, wie er wollte. Plötzlich ergriff der 38-Jährige einen Kugelschreiber und hielt ihm seiner Begleitung an die Halsschlagader. Er drohte, sie „abzustechen“. Zudem forderte er eine Geldsumme von über 200.000 Euro. Passiere das nicht „werde Blut spritzen“ , so die Zeugen in ihren Aussagen bei der Polizei.

Während der Geiselnahme war es sehr schwierig für die Einsatzkräfte, an genauere Informationen zu kommen, was sich in der Bank abspielt. Lange war unklar, wie viele Personen sich in der Bank aufhalten und was der Täter eigentlich will. Unterdessen hatte die Polizei sämtliche verfügbaren Kräfte auch aus anderen Behörden zusammengezogen. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Spezialkräfte (SEK) waren auf dem Weg nach Aachen.

Kurz nach 17 Uhr, als ein Zugriff geplant war, kam der Täter mit erhobenen Händen aus der Bank. Im Eingangsbereich des Instituts wurde er von den Spezialkräften widerstandslos festgenommen und ins Polizeipräsidium Aachen gebracht. Da aufgrund seiner psychischen Krankheit ein Selbstmord nicht auszuschließen war, war er auch im Präsidium ständig bewacht worden.

Nach eingehender Untersuchung durch einen Arzt erfolgte dann die Verlegung in eine Psychiatrie.

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© Michael Jaspers | az-web.de

Quelle: Polizeipräsidium Aachen | Fotos mit freundlicher Genehmigung durch Aachener Zeitung | © Michael Jaspers | az-web.de