Symbolfoto | © Karsten John
Symbolfoto | © Karsten John

Zeugen hatten um die Mittagszeit in einem Erst-Hilfe-Raum der Albert-Einstein-Schule einen etwa 20-jährigen Mann beobachtet, der in einen Schrank hineingriff und einen messerähnlichen Gegenstand in einer Hand hielt. Sogleich entfernte sich die offensichtlich schulfremde Person, nachdem sie von den Zeugen überrascht worden war. Die Schüler verständigten umgehend ihren Rektor, der daraufhin das standardisierte, schul-interne Sicherungssystem auslöste und die Polizei alarmierte. Dem folgend verblieben alle Lehrer mit ihren Schülern in den Klassenräumen und warteten dort die weiteren Anweisungen ab. Zusätzliche Brisanz erhielt die Situation für die Einsatzkräfte durch einen Handykontakt zwischen einem Geschwisterpaar, der den Aufenthaltsort des Gesuchten in einem Klassenzimmer vermuten ließ. Allerdings stellte sich diese Information später als haltlos heraus.

In der Folge umstellten starke Kräfte der Polizei das komplette Areal. Unter Einsatz von Spezialeinheiten der Polizei – Spezialeinsatzkommando (SEK) und Mobiles Einsatzkommando (MEK) – wurde das Schulzentrum sukzessive geräumt und anschließend durchsucht. Die verdächtige Person konnte allerdings trotz intensiver Suche nicht mehr festgestellt werden. Die etwa 1.200 Schülerinnen und Schüler kamen anschließend zusammen mit Angehörigen, die sich inzwischen in der Nähe eingefunden hatten, im benachbarten Eichendorff-Gymnasium unter. Deren Betreuung war durch geschultes Personal von Rettungsdiensten und Polizei gewährleistet. Erst nach Abschluss aller Vorkehrungen und Maßnahmen zum Schutz von Schülern und Lehrern, die gegen 16.20 Uhr endeten, konnte das Schulzentrum wieder freigegeben werden. Die Kriminalpolizei führt nunmehr die weiteren Ermittlungen zur Identifizierung der nach wie vor unbekannten Person.

Entgegen anders lautender Meldungen in den sozialen Netzwerken bestand zu keiner Zeit die Gefahr einer Bedrohungslage oder gar eines schädigenden Ereignisses. Den Entsprechenden Meldungen entgegnete das Polizeipräsidium Karlsruhe mit der Klarstellung auf ihrer Facebook-Seite.