Symbolfoto SEK Bayern
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Im Laufe des Sonntagnachmittags (09.02.2014) kam es in der gemeinsamen Wohnung eines 33-jährigen Mannes sowie dessen 36-jähriger Lebensgefährtin zu einem Streit. Im Verlauf dieser verbalen Auseinandersetzung kündigte der Mann an, dass er zuerst seine Lebensgefährtin und dann sich selbst erschießen werde.

Gegen 22.00 Uhr konnte die Frau schließlich bei einer günstigen Gelegenheit die Wohnung verlassen und zu einer Nachbarin flüchten. Nachdem der Sachverhalt der Polizei mitgeteilt worden war, ergab eine erste Überprüfung, dass der Mann tatsächlich berechtigt mehrere Schusswaffen besitzt. Die weiteren Abklärungen ergaben zudem den Verdacht, dass er eine größere Menge harte Alkoholika konsumiert hatte.

Aufgrund der Gesamtumstände wurde seitens der Einsatzleitung entschieden, dass der Mann durch Beamte einer Spezialeinheit, die bereits im Vorfeld informiert worden waren und aus München herbeigeeilt waren, in Gewahrsam zu nehmen ist. Den Beamten der Spezialeinheit gelang es, nachdem sie in die Wohnung eingedrungen waren, gegen 02.30 Uhr den schlafenden Mann zu überwältigen, noch bevor dieser auf die zugriffsbereit neben ihn liegende, geladene Pistole zugreifen konnte. Der signifikant alkoholisierte 33-Jährige blieb bei dem Zugriff unverletzt und wurde in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden insgesamt vier Langwaffen und zwei Kurzwaffen zur Gefahrenabwehr sichergestellt. Zudem wurde festgestellt, dass der Mann seinen Keller als Schießstand nutzte.
Abgesehen von einer Strafanzeige wegen der Bedrohung und Verstößen gegen das Waffengesetz wird der Sachverhalt zudem dem Landratsamt zur Überprüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit mitgeteilt.