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SEK Einsatz | Razzia gegen Autoschieberbande | UPDATE

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Köln/Hamburg/Berlin – Seit den frühen Morgenstunden (22.02.2011) durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mehr als dreißig Wohnungen und Büros einer international agierenden Autoschieberbande in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Berlin. Schwerpunkte der Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen liegen im Raum Köln sowie in Gelsenkirchen. Unter Beteiligung von Spezialeinheiten haben die Fahnder inzwischen sechs Haftbefehle gegen die Hauptverdächtigen im Alter zwischen 24 und 53 Jahren vollstreckt.

Der Autoschieberbande wird zu Last gelegt, seit März 2010 mindestens 60 Autos, insbesondere Luxuskarossen der Marken Audi, Mercedes und BMW im In- und Ausland gestohlen und teilweise mit gefälschten Zulassungspapieren verkauft zu haben. Der Schaden beläuft sich auf circa 2,5 Millionen Euro. Ermittlern des Kriminalkommissariats 73 ist es mit Unterstützung der örtlichen Polizeien bereits im Vorfeld des heutigen Einsatzes gelungen, 42 gestohlene Autos in Deutschland, Österreich und Spanien zu finden und sicherzustellen.

Die polizeilichen Maßnahmen dauern zur Stunde noch an.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

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Bei dem Einsatz gegen eine international agierende Autoschieberbande hat die Polizei heute Morgen (22. Februar) mehrere gestohlene beziehungsweise unterschlagene Autos sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Der Erfolg bei den Durchsuchungen bestätigt die bisherigen Erkenntnisse der Ermittler. Danach nutzten die Tatverdächtigen zunächst entwendete deutsche Blanko-Zulassungsdokumente, um gestohlene und unterschlagene Fahrzeuge über die Internet-Portale „Mobile.de“ und „Autoscout 24.de“ scheinbar legal an gutgläubige Kunden zu verkaufen. Der Betrug fiel immer auf, wenn die Erwerber das neue Auto auf sich ummelden wollten. Auf der Zulassungsstelle stellte sich nämlich schnell heraus, dass sowohl die Fahrzeuge als auch die Dokumente zur Fahndung ausgeschrieben waren. Geld weg – Auto weg, so das Fazit für die gutgläubige Käufer.

Mitte 2010 änderte die Bande dann die Arbeitsweise. Kriminell erlangte Fahrzeuge wurden mit gestohlenen niederländischen Original-Zulassungsdokumenten ausgestattet und über Mittelsmänner in Deutschland zugelassen. Der Nachweis, dass es sich um gestohlene Autos handelte, wurde für die verdeckt arbeitenden Ermittler nun schwieriger. Die Bande „besorgte“ sich nämlich durch gezielte Diebstähle bei Autohäusern und Werkstätten aber auch durch so genannte „Homejacking-Taten“ und Leasing-Unterschlagungen ganz bestimmte Fahrzeuge. Die Bedingung – sie mussten in gleicher Ausführung in den Niederlanden legal zugelassen sein. Man erstellte mit den Fahrzeugen und den gestohlenen niederländischen Original-Zulassungsdokumenten so genannte Dubletten – es gab das gleiche Fahrzeug also zweimal. Bei der Zulassung auf den „Käufer“ gab es nun erst mal keine Probleme mehr – das Fahrzeug war schließlich nicht zur Fahndung ausgeschrieben.

Die Ermittlungen dauern noch an.

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