Berlin – In Wedding wollte ein Gerichtsvollzieher eine Wohnung zwangsräumen. Als auf ihn eine Armbrust gerichtet war, forderte er ein Spezialeinsatzkommando der Polizei an. Das fand den Mieter tot auf.
Beamte eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei haben heute Mittag in einer Wohnung an der Stettiner Straße in Gesundbrunnen eine männliche Leiche entdeckt.
Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Toten, der offenbar Selbstmord begangen hat, um den Wohnungsmieter. Der Mann war von den Beamten leblos auf einer Couch entdeckt worden, Anzeichen für eine Fremdeinwirkung waren nicht ersichtlich. Laut Polizei wird es zur Klärung der Ursache ein Todesermittlungsverfahren geben.

Die SEK-Polizisten wurden von einem Gerichtsvollzieher angefordert, nachdem am Vormittag im Zuge einer angekündigten Zwangsräumung der Wohnung im Flur eine Armbrust entdeckt worden war, die auf die Eingangstür zielte. Die Wohnung war zuvor von einem Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes geöffnet worden.

Der etwa 55 Jahre alte Mieter galt nach Informationen als gewaltbereit. Er soll gegenüber der Hausverwaltung für den Fall einer Zwangsräumung mit einem Suizid gedroht haben. Weshalb die Wohnung im dritten Obergeschoss eines Hinterhauses geräumt werden sollte, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: Polizei Berlin