SEK - Einsätze

Widerstand bei Festnahme durch SEK in Görlitz

Görlitz – Das sächsische Spezialeinsatzkommando (SEK) hat am Sonnabendnachmittag am Görlitzer Obermarkt einen Drogenhändler festgenommen. Der mehrfach vorbestrafte Pole (37) war dabei, zwei Kilogramm reines Amphetamin für 12 000 Euro einem Kunden anzubieten. Dieser aber war verdeckter Ermittler. „Vorangegangen waren dem Zugriff Untersuchungen der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER)“, bestätigte Staatsanwalt Till Neumann.
Widerstand bei Festnahme

Dass der SEK-Einsatz richtig war, wurde bei der Festnahme deutlich. „Der Täter leistete Widerstand“, informierte Silvaine Reiche vom Landeskriminalamt. Der Mann ist Kampfsportler und gilt als gefährlich. Die Beamten überwältigten ihn dennoch sofort. Passanten sprachen lobend von einer „schnellen und professionellen“ Aktion.

Die Betäubungsmittel waren „aufwändig in zwei Beuteln mit Hunde- und Katzenfutter versteckt“, teilte Eberhard Thiedmann vom Zollfahndungsamt mit. Gegen den Rauschgifthändler und seine ihn begleitende Freundin (35) wurde durch das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Unbestätigten Informationen zufolge sitzt der Mann zurzeit in Wroclaw (Breslau) im Gefängnis und hatte zwei Tage Hafturlaub. Pikant dabei: Seine Freundin soll als Gefängnisaufseherin in Polen arbeiten oder gearbeitet haben.

„Unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln ist mit Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren bedroht“, ergänzte Till Neumann. Ein Gramm Amphetamin wird in der Szene je nach Qualität bis zu 20 Euro gehandelt.

Spezielle Einsatzbehörde

Die GER Sachsen setzt sich zusammen aus Beamten des Zollfahndungsamtes und des Landeskriminalamtes Dresden und ist eingesetzt zur Bekämpfung schwerer, grenzüberschreitender Rauschgiftkriminalität. Beide Ämter haben Außenstellen in Görlitz.

Quelle: Polizei Sachsen

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