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Zoll: Drogenhändlerring in Wismar zerschlagen

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Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schwerin vollstreckten am Sonntag, dem 6. Oktober 2013, insgesamt 70 Ermittler des Zollfahndungsamts Hamburg unterstützt von Kräften des Hauptzollamts Stralsund und der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern sieben Durchsuchungsbeschlüsse in Wismar und Umgebung. Sie beschlagnahmten rund 21 Kilogramm Marihuana, 7.000 Euro Bargeld und umfangreiches Beweismaterial.

Ermittlungen bereits seit März

Das Zollfahndungsamt Hamburg ermittelt seit März 2013 gegen eine Bande aus dem Bereich Wismar, die im Verdacht steht, regelmäßig Marihuana im zweistelligen Kilogrammbereich von Lieferanten aus den Niederlanden erhalten zu haben. Nach den bisherigen Ermittlungen ist der Tätergruppe mindestens seit März 2013 der Schmuggel von rund 100 Kilogramm Marihuana zuzurechnen.
Mutmaßlicher Kopf der Bande ist ein aus Wismar stammender 41-jähriger Kneipenbesitzer, der gemeinsam mit seinen 32- und 45-jährigen Wismaraner Komplizen im Verdacht steht, das Marihuana über seine Gaststätte weiterverkauft zu haben.

Drei Tatverdächtige wurden festgenommen und befinden sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schwerin in Untersuchungshaft.
Das sichergestellte Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von rund 200.000 Euro.

Den Ermittlungserkenntnissen zufolge ist zu vermuten, dass der Wirt die Drogengeschäfte einer Drogenhändlerbande weitergeführt hat, deren Mitglieder bereits im Februar 2012 durch das Zollfahndungsamt Hamburg dingfest gemacht und inzwischen nach Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft Schwerin vom Landgericht Schwerin zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden sind.

Zugriff bei Schmuggelfahrt

Der Zugriff letzten Sonntag erfolgte nach einer observierten Schmuggelfahrt in Zusammenarbeit mit der niederländischen Polizei, der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift Oldenburg des Zollfahndungsamts Hannover und der Polizei Oldenburg, die ein gesondertes Verfahren gegen die Cannabislieferanten aus den Niederlanden führt.

Insgesamt wurden in dem kombinierten Einsatz 80 Kilogramm Marihuana, zehn Kilogramm Haschisch, fünf hochwertige Fahrzeuge und insgesamt 355.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Durch die Oldenburger und niederländischen Polizei- und Zollkräfte konnten noch acht weitere Tatverdächtige festgenommen werden. Darunter befinden sich auch der Kurier und der niederländische Hauptlieferant des Marihuanas. In den Niederlanden wurde außerdem die zur Cannabisproduktion betriebene Profi-Indoorplantage entdeckt und sichergestellt.

Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von rund 10.000 Euro pro Kilogramm und Haschisch von rund 7.500 Euro pro Kilogramm.
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One Comment

  1. Schön das Ihr Sie am Arsch bekommen habt. Wurde auch Zeit. In Koeln waren die Kollegen vor einigen Tagen auch sehr erfolgreich.
    Aber es gibt jetzt noch ein anderes Problem, damit meine ich den Drogenhandel nach Fern Ost siehe China (Chrystel

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