AusrüstungSpezialeinheiten intern

Polizei Sachsen erhält Rheinmetall Survivor R

Leipzig | Der Freistaat Sachsen investiert weiter in modernere Ausrüstung für die Polizistinnen und Polizisten des Landes. Nachdem der sächsische Innenminister Markus Ulbig (CDU) Anfang Januar (wir berichteten) bereits u. a. sieben sondergeschützte Fahrzeuge vom Typ Toyota Landcruiser sowie neue Mitteldistanzwaffen an die Polizei übergab, so sollen bis zum Ende des Jahres zwei weitere geschützte Sonderwagen hinzukommen. Wie SEK-Einsatz.de aus Behördenkreisen erfuhr, beschafft Sachsen als erstes Bundesland für die Spezialeinheiten der Polizei zwei Survivor R. Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen Rheinmetall konnte sich erfolgreich bei der Ausschreibung durchsetzen.

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Erstmals auf der internationalen Fachmesse und Konferenz für Polizei- und Spezialausrüstung „GPEC General Police Equipment Exhibition & Conference®“ im Juni 2016 stellte Rheinmetall Defence den geschützten Sonderwagen Survivor R 4×4 in der Polizeivariante vor. Neben zahlreichen Polizeibeamten und Beschaffern nutzte auch Sachsens Innenminister die Gelegenheit das Spezialfahrzeug Probe zu fahren.

In Kooperation mit dem namhaften Spezialfahrzeugbauer Achleitner entwickelt, eignet er sich hervorragend als geschützter Sonderwagen für Polizeikräfte.

Der Survivor R basiert auf einem leistungsstarken 4×4 Lkw-Fahrgestell von MAN und einer Kabine aus Panzerstahl. So verbindet das hochmobile und über 100 km/h schnelle Fahrzeug automotive Großserientechnik mit modernster Schutztechnologie von Rheinmetall. Die Monocoque-Kabine bietet ein herausragendes Schutzniveau mit einem der größten Innenräume in der 15-t-Fahrzeugklasse und kann individuell auf die Bedürfnisse der Anwender abgestimmt werden.

Blick in den Survivor R | Foto: © Tomas Moll

Spezielle Anpassungen für das SEK

Um den speziellen taktischen Anforderungen des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Sachsen gerecht zu werden, soll es individuelle Anpassungen am Survivor R geben. Nach Informationen von SEK-Einsatz.de, wird die Monocoque-Kabine um 25 cm erhöht und bietet somit eine Innenraumhöhe von 1,60m. Dadurch ist es fast möglich aufrecht in dem Fahrzeug zu stehen und sitzend behelmt nicht an die Fahrzeugdecke zu stoßen. Weiterhin bekommen die bestellten Survivor R statt Türen eine hydraulische Rampe am Heck, um das schnelle und “aufgerödelte” Ein- und Aussteigen zu vereinfachen. Im hellen und ergonomisch gestalteten Innenraum soll es ausreichend Platz für eine SE-Besatzung von bis zu zehn Personen mit persönlicher Ausrüstung sowie für umfangreiche Funk- und Führungsausstattung geben.

Im Video Test: Das kann der SURVIVOR R von Rheinmetall

Nach Informationen unserer Redaktion sollen die beiden Fahrzeuge pünktlich bis zum bestellten Liefertermin im Dezember in Sachsen eintreffen. Der Freistaat hat die Verstärkung der Sicherheitskräfte nicht erst seit den Terroranschlägen im Blick, sondern handelt bereits seit mehr als einem Jahr und investiert aus dem 15 Millionen Euro schweren Anti-Terror-Paket konsequent weiter in den Schutz seiner Polizeibeamten. “Der Staat muss und wird alles daran setzen, seine Bürger so gut wie möglich zu schützen“, erklärte Minister Ulbig im Januar.

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